| Bad Boll | { zurück zur Übersicht |
denkwürdig
Bad Boll liegt am Fuß der Schwäbischen Alb, eingebettet zwischen Wiesen und Wäldern an der „Straße der Staufer“. Der Fund von Ziegelscherben belegt bereits eine römische Siedlung im Bereich Boll, während der Ortsteil Sehingen auf eine alemannische Gründung zurückgeht. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Boll im Jahr 1155. Bis Anfang des 14. Jahrhunderts gehörte es den Herzögen von Teck. Ende des 16. Jahrhunderts ließ der Württemberger Herzog Friedrich I. auf dem Gelände des Ortes nach Salz suchen. Da es zu dieser Zeit in seinem Territorium nur eine Saline in Sulz gab, hoffte er, hier weitere Vorkommen zu finden.
Das Unternehmen war erfolgreich, denn es wurden schwefel- und salzhaltige Quellen entdeckt. Der Aufstieg zum Badeort nahm 1595/96 mit dem Bau eines Brunnengebäudes und eines Badehauses seinen Anfang. Ebenso wurde in dieser Zeit ein Lustgarten angelegt. Während der Grabungsarbeiten wurden auch erstmals Versteinerungen von Meerestieren gefunden.
Dieses „Wunder“ brachte Bad Boll lange Zeit die Bezeichnung „Württembergisches Wunderbad“ ein. Das heutige Kurhaus und die Parkanlagen entstanden im Wesentlichen im 19. Jahrhundert unter der Förderung von König Wilhelm I. und seiner Frau Pauline. 1852 erfolgte die Übernahme des Bades durch den Pfarrer Blumhardt und später durch dessen Sohn. In der Einrichtung wurden nun körperlich und seelisch Erkrankte gepflegt. Eine darauf zurückgehende ausprägte geistige Kultur ist bis heute in Bad Boll spürbar. Anthroposophen und Mediziner, die sich mit den Heilkräften der Natur beschäftigten, ließen sich hier nieder.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Zentrale der Herrnhuter Brüdergemeinde aus Sachsen nach Bad Boll verlegt. In diese Zeit fällt auch die Gründung der Evangelischen Akademie. Unter anderem auch durch diese beiden Einrichtungen erhielt die Beschäftigung mit den Themen „Nachhaltigkeit“ und „sozialer Umgang miteinander“ in Bad Boll großes Gewicht.
sehenswürdig
Evangelische Stiftskirche
romanische Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert, vermutlich im Auftrag von Berta von Boll, einer Vorfahrin des Staufergeschlechts gebaut
Kurhaus mit Park
erbaut 1595 durch Heinrich Schickhardt, erweitert und neoklassizistisch umgestaltet 1823-1825
Fossilien
präsentiert im Kurhaus, in der Alten Schule, im Rathaus
Evangelische Akademie mit Villa Volpelius (Rote Villa)
bemerkenswert
Arbeitskreis Kultur im Rahmen des Agenda-Prozesses
Erzählcafé, bei dem ältere BürgerInnen berichten
Freundeskreis der Konzerte im Kurhaus, der diese in Eigeninitiative plant und durchführt
Donnerstagsrunde für Bewohner einer Seniorenwohnanlage
ausgewählt
Konzerte im Kurhaus
einmal im Monat hochkarätige Konzerte im Festsaal des Kurhauses
Promenadenkonzerte, von Mai bis September
jeden Sonntag um 14.30 Uhr in der Wandelhalle im Kurpark
unterstrichen
In Bad Boll übernehmen mehr als 60 Vereine einen großen Teil der Kulturarbeit. Darüber hinaus wird darauf geachtet, dass für alle Interessensgruppen einmal im Jahr ein besonderes Ereignis angeboten wird. Kulturarbeit bedeutet auch, die BürgerInnen zu motivieren, sich über ihre Freizeit und ihre Zukunft Gedanken zu machen. In diesem Sinne zählt die Betreuung der Agenda-Gruppen und der Vereinsvorstände zu den wichtigen Aufgaben kommunaler Kulturarbeit.
nachgefragt
Bad Boll Info (im Rathaus)
Hauptstraße 94
73087 Bad Boll
Tel. 07164 / 808-28 / Fax 07164 / 808-33
bb-info@bad-boll.kdrs.de
www.bad-boll.de
Infos im Schaukasten unterhalb des Rathauses
Informationsmaterial in der Reha-Klinik
Veranstaltungskalender unter www.bad-boll.de
Tel. 07164 / 808-28 / Fax 07164 / 808-33
bb-info@bad-boll.kdrs.de
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