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Auslöser [Vorwort KulturRegion Stuttgart]
Blitzlicht [Vorwort Verband Region Stuttgart]
Entwicklung [Projektbeschreibung]
Weitwinkel [Alle Veranstaltungen / 18 Städte]
Porträt-Studio [Mitwirkende]
Fokus [Buch zum Projekt]
Brennweite [Kunstvermittlung]
Abzüge [Pressebereich]
Labor [Impressum]

 
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„Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.“ 
[Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung]

In der Region Stuttgart leben 2,6 Millionen Menschen: manche wurden hier geboren, andere sind aus nah und fern hierher gekommen. Ob sie alle die Region Stuttgart als ihre aktuelle Heimat bezeichnen würden, wissen wir nicht.
Wenn die KulturRegion Stuttgart mit ihrem diesjährigen Projekt „… und grüßen Sie mir die Welt / fotografierte Heimaten“ einen durchaus nicht unproblematischen Terminus wählt, dann in der Absicht, einen weiteren Beitrag zur Frage zu liefern, ob und wie es gelingt, sich mit dem Umfeld, in dem man lebt, zu identifizieren. Bereits 2002 waren wir beim Kongress „Kulturelle Globalisierung und regionale Identität“ aus wissenschaftlicher und kulturpolitischer Sicht dieser Frage auf der Spur. Im vergangenen Jahr kamen im Projekt „Kommen und Gehen – Internationalität der Region Stuttgart“ einige der Menschen zu Wort, die aus 173 Nationen stammend unser hiesiges Zusammenleben prägen.

Nun geht es bei „… und grüßen Sie mir die Welt“ nicht etwa darum, etwas auszustellen und zu untersuchen, was sich nur auf den Begriff unsere Heimat bezieht, sondern vielmehr darum, ein Kommunikationsforum einzurichten, in dem Bedingungen für unterschiedliche Heimatvorstellungen diskutiert werden. Sie als Publikum haben die Möglichkeit, sich in 18 Mitgliedsstädten an diesem Diskurs zu beteiligen, wenn Sie die Ausstellungen und Projekte besuchen. Unser Spektrum der „fotografierten Heimaten“ umfasst dabei Landschaftsdarstellungen ebenso wie Bilder, die Migration, Flucht und Fremde zeigen. Es gehören Reisebilder und Grußpostkarten dazu, aber auch Fotos von Architektur und Stadtraum, Darstellungen von Grenzen und Territorien. Daneben werden Sie Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern entdecken, die sich mit Innenräumen und geistiger Heimat oder mit dem Heimweh beschäftigen. Alle diese thematischen Aspekte setzen sich am Ende zu einem umfassenden und vielschichtigen Kulturprojekt in der gesamten Region Stuttgart zusammen, das Sie in diesem Programm nachvollziehen können. Auf diese Weise arbeiten wir ein weiteres Mal, den Zielen zu, die bei der Gründung der KulturRegion Stuttgart vor mehr als 15 Jahren formuliert wurden. Die KulturRegion Stuttgart ist 1991 angetreten, um die interkommunale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kultur zu fördern. Mit unseren zahlreichen bisherigen Projekten konnten wir seitdem beweisen, dass es gelingt, zwischen den Kommunen vernetzt und kooperativ zu arbeiten. Wir wollen diesen Weg zur Bereicherung des kulturellen Lebens der Bewohnerinnen und Bewohner der Region weiter vorangehen und hoffen deshalb, dass „… und grüßen Sie mir die Welt / fotografierte Heimaten“ mit seinem reichhaltigen Anschauungsmaterial zum Thema Heimat und Identität in Zeiten der Globalisierung zu intensivem Gedankenaustausch anregt.

Wir danken sehr herzlich dem Verband Region Stuttgart für die bewährte Projektförderung und der Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg für die großzügige Unterstützung.

Dr. Jürgen Zieger
1. Vorsitzender der KulturRegion Stuttgart und
Oberbürgermeister in Esslingen am Neckar

 
   
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