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Anita Bagus
„Wo geht’s denn hier zum Fallerhof?“
Zur Vermarktung fiktionaler Heimat und Identität mit TV-Serien


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Auf die große Bedeutung der Film- und Fernsehbranche für den Tourismus weist die Schwarzwald Tourismus GmbH, die seit 2006 den gesamten Schwarzwald vertritt, in ihrer Broschüre „100 Jahre Schwarzwaldtourismus“ selbst hin. In einem Presseinfo anlässlich des Jubiläums heißt es unter dem Titel „Schwarzwald-Idylle wird zur Filmkulisse“ einleitend: „Die Sehnsucht der Deutschen nach einer heilen Welt trug das Ihre zum schnellen Wiedererblühen des Schwarzwaldtourismus bei.“ In einem Rückblick werden die Film-Highlights seit 1950 genannt, denen der Schwarzwald viel von seiner Popularität verdanke wie „Schwarzwaldmädel“, „Forellenhof“ oder „Schwarzwaldklinik“. Es folgen Hinweise auf die neueren Erfolge wie die seit 1994 wöchentlich ausgestrahlte Familienserie „Die Fallers“, die durchschnittlich von einer Million Zuschauern verfolgt wird, und auf die 2002 gesendete vierteilige SWR-Serie „Schwarzwaldhaus 1902“, die für Publicity sorgte und dem Münstertal steigende Gästezahlen bescherte.

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Die ‚doppelten‘ Erfolge des Heimatmarketings – ausgedrückt im wirtschaftlichen als auch im kulturellen Bereich durch die hohe Zuschauerresonanz – scheinen Kaspar Maases Feststellungen zu bestätigen: „Region als kulturales Phänomen ist kein Thema der Vergangenheit, kein Relikt, das nur noch von Heimatpflegern mühsam am Leben gehalten wird“, sondern findet ein anhaltendes Echo, ebenso als intergenerationales Projekt – auch Jugendlichen ist Regionalitätszugehörigkeit wichtig.

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