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Beate Binder – Beheimatet-Sein in einer globalisierten Welt
Plädoyer für ein verändertes Verständnis von Heimat


Heimat und Globalisierung – werden die beiden Begriffe auf diese Weise zueinander ins Verhältnis gesetzt, dann kann Heimat leicht entweder zu dem werden, was Geborgenheit auch dort verspricht, wo die raschen global wirksamen Veränderungen im Bereich von Technik, Ökonomie und Politik bedrohlich in bestehende Ordnungen eingreifen. Wo Heimat ist, erscheint die Welt noch in Ordnung. Oder aber der Verweis auf Heimat provoziert Vorwürfe des Ewiggestrigen, steht Heimat doch grundsätzlich, wie Hermann Bausinger einmal augenzwinkernd schrieb, unter Senilitätsverdacht. Dann ist Heimat gleichbedeutend mit provinziellem Mief, Engstirnigkeit und einem Verharren beim längst Überholten. Gefragt wird aus einer solchen Perspektive, ob der moderne Nomade überhaupt noch Heimat braucht, und vermutet, dass ihm längst die ganze Welt zur Heimat geworden ist.

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Vor dem Hintergrund solcher Beobachtungen ist Heimat nicht länger ein Ort, und, so wiederum die Kulturanthropologin Regina Römhild in einem Feature des Deutschlandradios Kultur: „Alle in Deutschland sind damit konfrontiert, dass Deutschland eben nicht nur den Deutschen gehört und nicht nur Deutschsein produziert und widerspiegelt. Das heißt, wenn wir uns in diesem Land irgendwie orientieren wollen, dann müssen wir immer auch das Deutsche hinaus denken, wir müssen ständig uns auch mit Welt auseinandersetzen.“

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