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  Dokumentation // Workshop 2

Inter-Kultur-Büro, Nürnberg
Jürgen Markwirth

Das Inter-Kultur-Büro ist eine Fach-Abteilung des städtischen Amtes für Kultur und Freizeit, die mit der Förderung, Entwicklung, Vernetzung und Koordination der interkulturellen Kulturarbeit in Nürnberg betraut ist. Über den Kulturbereich hinaus ist das Inter-Kultur-Büro mit der Federführung der referatsübergreifenden verwaltungsinternen „Koordinierungsgruppe Integration“ beauftragt, die an der Entwicklung eines neuen Integrationsprogramms für die Stadt Nürnberg arbeitet.

Arbeitsbereiche sind unter anderem:

Kulturveranstaltungen / Veranstaltungsreihen, meistens in Kooperation mit anderen Dienststellen, Einrichtungen, Vereinen und Initiativen
Regelmäßige Veranstaltungen: Konzertreihe Südwind, Lesungsreihe Literaturlandschaften, Der Internationale Mittwochsfilm;
Höhepunkt-/Schwerpunktveranstaltungen: im Jahr 2003 z.B. Projekt moving cultures der Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum Nürnberg, Filmfestival Türkei/Deutschland mit InterForum e.V.
 
Förderung und Beratung von interkulturell aktiven Vereinen, Initiativen, KünstlerInnen und Künstlergruppen
 
Mitarbeit an der konzeptionellen Weiterentwicklung des gesamten Amtes unter interkultureller Zielsetzung, Entwicklung von Konzepten zur interkulturellen Thematik mit und für andere Einrichtungen und Dienststellen
 
Entwicklung von Konzepten für Zielgruppenarbeit (aktuell: Angebote für russischsprachige MigrantInnen)
 
Öffentlichkeitsarbeit (Programmzeitung „Kultur ohne Grenzen“, türkischsprachiges Programm „Kültür“, deutsch-russisches Programm „Kultura“; in Planung: Internet-Interkultur-Portal)
 
Koordination der Integrationsarbeit in den städtischen Kulturläden: die Kulturläden sind besonders auch in Stadtbezirken mit hohem Anteil von Bewohnern mit Migrationshintergrund angesiedelt und sind als Kultur- und Begegnungsstätten zu verstehen, deren Programmpalette von Sprachkursen, Tanz- und Musik-Kursen, über Treffmöglichkeiten für Vereine und Auftrittsmöglichkeiten für künstlerisch Aktive bis zu einem ausgeprägten Kulturveranstaltungsangebot reicht. In diesem Sinne dienen sie auch für MigrantInnen als erste Kontaktstelle, die Interesse haben in den Bereichen Bildung und Kultur aktiv zu werden.


Ausgewähltes Projekt 2003: moving cultures

Das Projekt moving cultures wurde als gemeinsames städteübergreifendes interkulturelles Projekt der Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach (ARGE), einem Zusammenschluss der Kulturämter und -referate der vier Städte, durchgeführt. Diese Arbeitsgemeinschaft existiert seit 1988 und hat sich zum Ziel gesetzt, das kreative Potenzial der Städte zu nutzen und gemeinsam innovative Kulturprojekte ins Leben zu rufen. Das Ziel dieses konkreten Projektes war es, in den vier Großraumstädten einen Querschnitt interkulturellen Schaffens vorzustellen und damit auf die interkulturellen Veränderungen urbaner Kultur als Ergebnis komplexer Migrations- und Einwanderungsprozesse hinzuweisen. In Deutschland lebende KünstlerInnen unterschiedlicher Herkunft zeigten drei Wochen lang (3. bis 20. Juli 2003) in den vier Großraum-Städten, wie Migration und Globalisierung ihre Arbeit beeinflussen. Auf das Neue, das dadurch im Kunst- und Kulturbereich entsteht, wollte moving cultures neugierig machen. Dabei wurde das gesamte Spektrum der interkulturellen Kunstszene erfahrbar. Es beteiligten sich rund 240 KünstlerInnen in den unterschiedlichsten Kunstsparten mit mehr als 80 Veranstaltungen in Erlangen, Fürth, Schwabach und Nürnberg.
__ Zum Abschluss des Festivals fand am 20. Juli 2003 der 1. Karneval der Kulturen in Nürnberg statt. Dieser Karneval war zum einen als Spiegelbild multikulturellen Lebens in den beteiligten Städten zu verstehen, zum anderen als ein Schritt weiter auf dem Weg zum besseren Miteinanderleben.


Stand 22. Juni 2004
 
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