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| Dokumentation | // Workshop 6 Dachverband der Ausländer-Kulturvereine in Bremen e.V. Gule Iletmis Im Herbst 1983 schlossen sich 24 ausländische Vereine unterschiedlicher Nationalität und deutsch-ausländische Initiativen zum gemeinnützigen “Dachverband der Ausländer- Kulturvereine in Bremen e.V.” (DAB) zusammen, um gegenüber der Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung ihre Interessen gemeinsam zu vertreten. Die Mitglieder kamen aus den ehemaligen Anwerbeländern Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Jugoslawien, Tunesien und Türkei. Heute ist der DAB offen für Gruppen und Flüchtlingsinitiativen aus allen Ländern und hat als Verein der Vereine 35 Mitgliedsorganisationen aus 16 Nationen. Die Arbeit wird von einem Team hauptamtlicher MitarbeiterInnen mit Unterstützung des ehrenamtlichen Vorstands geleistet. Das Fundament des DAB bleiben jedoch die Mitgliedsorganisationen mit ihrer vielfältigen kulturellen und politischen Arbeit. Nur wenige verfügen über festes Personal, einige haben befristete ABM- oder BSHG-19-Stellen. Die meiste Arbeit in den Vereinen wird ehrenamtlich geleistet. Die Zahl der Mitglieder in einzelnen Vereinen ist unterschiedlich, sie reicht von 20 bis 400 Personen. Die Vereine haben sich inzwischen gut kennen gelernt, angenähert und unterstützen sich gegenseitig in ihrer Arbeit. Seit Jahren organisieren sie verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Anfangs haben sie jeden Monat eine Nation mit allen ihren Facetten dargestellt, später hat man ein Konzept entwickelt, in dem man gewisse Themenschwerpunkte festlegte. Diese Themenschwerpunkte werden von der Delegiertenkonferenz festgelegt, die dreimal im Jahr tagt, und dabei hat jeder Verein zwei Delegierten, die stimmberechtigt sind. Doch hier kommt es oft zu den Problemen zwischen den einzelnen Migranntengruppen, gerade wenn es um diese Themenschwerpunkte geht und darum, welche Migrantengruppe häufiger vertreten wird. Arbeitsbereiche unter anderem:
Ziele:
VIELFALT STATT EINFALT AKZEPTANZ STATT DULDUNG Die politische Gleichberechtigung allein reicht nicht. Auch die bildungsmäßige, soziale und wirtschaftliche Benachteiligung vieler MigrantInnen muss durch gezielte Förderung und das Verbot von Diskriminierungen beseitigt werden. Obwohl die Akzeptanz und das Interesse der Mehrheitsgesellschaft an den Aktivitäten des DABs in den letzten 2-3 Jahren nachgelassen hat, ist es umso wichtiger die Selbstorganisationskräfte der Migrantinnen in Bremen zu stärken, ihnen zu helfen ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich in das gesellschaftliche Leben einzumischen. Seit Mitte 2003 existiert ein Netzwerk für Migration in Bremen, dessen Mitglied auch DAB ist. Dieses Netzwerk trifft sich und es werden Projekte diskutiert, die zu beantragen sind. Zum Netzwerk sind ansonsten keine weiteren Gremien, wie z.B. der Ausländerbeirat der Stadt Bremen vertreten. Die Geschichte der Migration war und ist eine Geschichte von Rückschlägen, aber sie beinhaltet auch Sprünge, die uns dem Ziel einer interkulturellen Gesellschaft näher bringen. Der DAB will mit seiner Arbeit dazu beitragen. Stand 22. Juni 2004 |
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