| Leinfelden-Echterdingen | { zurück zur Übersicht |
denkwürdig
Die fruchtbare Filderebene wurde schon vor 7.000 Jahren besiedelt. Den steinzeitlichen Bandkeramikern folgten Kelten, Römer, Alemannen und Franken. Echterdingen selbst ist eine alemannische Gründung. Erste urkundliche Aufzeichnungen stammen aus dem Jahr 1185. Bereits für das Jahr 1501 urkundlich nachgewiesen, wurde die Wirtschaft „auf den Fildern“ durch den Krautanbau, das so genannte „Filderkraut“ geprägt. Es machte auch Leinfelden-Echterdingen über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und trug erheblich zum Wohlstand von Stadt und Region bei.
Einer der berühmtesten Söhne Echterdingens war der Pfarrer, Astronom, Ingenieur und Unternehmer Philipp Matthäus Hahn (1739-1790). Er war von 1781 bis 1790 Pfarrer in Echterdingen und wurde durch seine theologischen Schriften, vor allem aber durch sein technisches Schaffen weithin bekannt. In seiner Werkstatt stellte er mit seinen Söhnen und Gesellen hauptsächlich technisch verbesserte Taschenuhren her, die auch überregional verkauft wurden. Er gab damit zukunftsweisende Impulse für die praktische Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse.
In seiner jüngeren Geschichte blieb auch Leinfelden-Echterdingen von tragischen Ereignissen nicht verschont. Einer dieser Schicksalstage war der 5. August 1908. An diesem Tag verunglückte das vierte Luftschiff des legendären Luftschiffpioniers Ferdinand Graf von Zeppelin (1838-1917), als es von einer Sturmböe erfasst wurde. An den „Tag von Echterdingen“ erinnert heute der „Zeppelinstein“, Denkmal und Wahrzeichen zugleich.
Im Zuge der Gemeindereform schlossen sich am 1. Januar 1975 Echterdingen, Leinfelden, Musberg und Stetten zur neuen Stadt Leinfelden-Echterdingen zusammen. 1976 wurde sie zur Großen Kreisstadt erhoben.
sehenswürdig
Barockes Pfarrhaus von 1744, in dem Philipp Matthäus Hahn wohnte
Mäulesmühle im Siebenmühlental
Zeppelinstein als Denkmal für das Unglück von 1908 und mittlerweile Wahrzeichen von Echterdingen
Gasthof Hirsch (1772), gelegen an der ehemaligen Poststraße zwischen Stuttgart und der Landesuniversität Tübingen, hier logierten im 18./19. Jahrhundert zahlreiche Geistesgrößen
bemerkenswert
Deutsches Spielkartenmuseum
Sitz der Deutschen Fotografischen Akademie
Mäulesmühlenmuseum
Heimatmuseum Echterdingen
Pavillon Oberaichen und Zehntscheuer Echterdingen, Veranstaltungszentren
Filderhalle Leinfelden, Kongress- und Veranstaltungshalle
ausgewählt
Filderkrautfest im Oktober, größte „Krauthocketse“ Deutschlands
Theater und Konzertabo
alle 2-3 Jahre Stadtprojekt mit Motto
Komedescheuer in der Mäulesmühle, Mundarttheater
Theater unter den Kuppeln, Freilichttheater
S´Theaterle Laientheater
unterstrichen
Im Jahre 1996 erstellte die Stadt Leinfelden-Echterdingen in Kooperation mit der PH Ludwigsburg eine neue Kulturkonzeption.
Denn: „In einer Gesellschaft, die einem starken Wertewandel unterworfen ist, muss Kultur und Soziales einen hohen Stellenwert in der Kommunalarbeit einnehmen. Kultur muss als gesellschaftliche Orientierungshilfe dienen. Die BürgerInnen der Stadt sollten sich künftig auch stärker mit Leinfelden-Echterdingen als „ihrer“ Stadt mit eigenem Kulturprofil identifizieren. Außerdem sollte eine stärkere Integration der Stadtteile erzielt werden.“
Die in der Kulturkonzeption festgehaltenen Ziele der Kulturpolitik sind:
- soziale Integrationsfähigkeit
- gesellschaftliche Orientierungsfunktion
- lokale Integrationsfähigkeit
- überlokale Identifikationsfunktion
Der Gemeinderat hat auf dieser Basis ein Handlungskonzept der Verwaltung beschlossen.
nachgefragt
Stadt Leinfelden-Echterdingen
Kulturamt
Marktstraße 13
70771 Leinfelden-Echterdingen
Tel. 0711 / 1600-249
Fax 0711 / 1600-350
Weitere Infos im Jahresprogramm des Kulturamtes, im Filderkulturkalender, im monatlichen Veranstaltungskalender, im Amtsblatt und im Internet unter www.leinfelden-echterdingen.de