Plochingen zurück zur Übersicht


denkwürdig

Plochingen wurde urkundlich erstmals im Jahre 1146 erwähnt, die Siedlungsanfänge gehen jedoch bereits in vorgeschichtliche Zeit zurück. So fand man beim Bau der Neckarbrücke im Jahre 1905 über hundert Waffen aus der Bronzezeit. Auch in der Römerzeit gab es am Zusammenfluss von Neckar und Fils eine Siedlung, wie Münz- und Scherbenfunde belegen. Der Name Plochingens mit der typischen Endsilbe „-ingen“ geht zurück auf das 3. und 4. Jahrhundert, als die Alemannen in diesem Raum sesshaft wurden. In der Frankenzeit war der für damalige Verhältnisse strategisch wichtige Punkt auf dem Kirchberg Sitz des Ortsadels.

Unter den Staufern entstand eine Wasserburg, die dort lag, wo sich heute das Zentrum des Stadtgebiets befindet. Diese Burg führte im 14. Jahrhundert die Bezeichnung „Reichsveste“ , was die Bedeutung der Anlage zeigt. Tatsächlich waren die Herren von Plochingen Gefolgsleute der staufischen Kaiser, wie einige Urkunden belegen. 1366 erhielt Marquardt von Randeck, Bischof von Augsburg und Partriarch von Aquileia, einem der größten geistigen Fürstentümer seiner Zeit, für seine Verdienste um Kaiser und Reich die Plochinger Burg. Er vermachte in seinem Testament Plochingen verschiedene Privilegien und Land. Damit trug er wesentlich zum Aufblühen der Gemeinde bei.

Im 17. Jahrhundert hatte Plochingen bereits über 1300 Einwohner, doch nach dem Dreißigjährigen Krieg 1618-1648, der darauf folgenden Hungersnot und Pestepidemien waren es nur noch etwa 240. Rebschädlinge zerstörten die Weinberge, die die Haupterwerbsquelle der Plochinger darstellten. Es dauerte fast zwei Jahrhunderte, bis der Marktflecken sich erholt und wieder seine ursprüngliche Einwohnerzahl erreicht hatte.

Im Jahre 1846 wurde Plochingen an die Eisenbahn angeschlossen und in der Folge siedelten sich zahlreiche namhafte Industrieunternehmen wie die Spinnerei Otto, Gutbrod Motorenbau, die Firma Fichtel und Sachs, die Mühlsteinfabrik Dettinger und die Waldhornbrauerei an.

Im Jahre 1948 wurde Plochingen zur Stadt erhoben. 1968 wurde der Plochinger Neckarhafen als Endhafen der Neckarschifffahrt eingeweiht. 1978 erfolgte der Anschluss an das S-Bahn-Netz Stuttgart. Seit 1983 wird in Plochingen in einem historischen Weinberg wieder Wein angebaut.

sehenswürdig

Altes Rathaus 1530

Marktplatz

Ottilienkapelle 

ältestes Gebäude, 1328

Unterm Regenturm, Hundertwasserhaus 1994

Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins von 1938, heute Wahrzeichen

Stadtkirche St. Blasius 1488

bemerkenswert

Kulturpark Dettinger 
ehemalige Mühlsteinfabrik mit Künstlerateliers, Veranstaltungen

Galerie der Stadt, zeitgenössische Kunst

ausgewählt

Plochinger Herbst und Plochinger Frühling

Marquardtfest, alle 2 Jahre zu Ehren des mittelalterlichen Ortsherren Marquardt von Randeck

Jazzkonzert im Herbst

Theaterreihe

Ausstellungen

unterstrichen

Die Kulturarbeit in Plochingen drückt sich in vielfältiger Weise aus. Das Kulturamt bietet eigene Veranstaltungen an und unterstützt örtliche Kulturträger in finanziellen und räumlichen Belangen. Die Stadt bietet in der Ateliergemeinschaft Dettinger vor allem jungen KünstlerInnen eine Chance.

Neben der allgemeinen Pflege des Stadtbildes wird auch Kunst im öffentlichen Raum gefördert.
Einrichtungen wie die Stadthalle, die Stadtbibliothek und die Städtische Galerie vervollständigen das Angebot.
In den vergangenen Jahren entstand mit Hilfe städtischer Förderung die Reihe „Plochinger Wegspuren“. Diese Publikationsreihe arbeitet Themen aus der Plochinger Geschichte auf und veröffentlicht sie.

nachgefragt

Kulturamt Plochingen
Schulstraße 7
73207 Plochingen
Tel. 07153 / 7005-204
Fax 07153 / 7005-199
 
Weitere Infos in den Plochinger Nachrichten, im Bürgerbüro, in der Stadtbibliothek, in der Esslinger Zeitung und im Internet unter www.plochingen.de