Schwäbisch Gmünd zurück zur Übersicht


denkwürdig

Das im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnte Dorf „Gamundias“ gehörte zu den Besitzungen des Klosters Saint-Denis im Herzogtum Alemannien. Im Jahre 1162 verlieh König Konrad III. dem Ort das Stadtrecht. Nach dem Untergang der Staufer erlangte die Stadt über mehrere Etappen den Status einer Freien Reichsstadt. Im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit wurde Schwäbisch Gmünd durch den Handel mit Tuchen und Weinen recht wohlhabend. Ab dem 17. Jahrhundert war das Gold- und Silberhandwerk die vorherrschende Zunft.

Eine große kulturelle Blüte erlebte die Stadt Mitte des 18. Jahrhunderts durch den Stadtbaumeister Johann Michael Keller. Prunkvoll ausgestattete Kirchen, umgebaute Patrizierhäuser und der von ihm umgestaltete Marktplatz charakterisieren noch heute das spätbarocke Flair der Stadt.

1803 wurde Schwäbisch Gmünd in das Königreich Württemberg integriert. Die 1861 eröffnete Remstal-Eisenbahn ermöglichte neue wirtschaftliche Initiativen und brachte der Stadt Wohlstand.
In den Gründerjahren des Deutschen Reiches konnte die Stadt den ersten Platz in der Silberwarenverarbeitung in Deutschland einnehmen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten sich viele Vertriebene hier neue Existenzen auf und brachten teilweise ihre eigene Industrie ein: In der Stadt siedelte sich nun besonders die Glas- und Schmuckwarenindustrie aus Gablonz und Schlesien an.

Schwäbisch Gmünd hat sich im 20. Jahrhundert stark verändert. Die alte Kaserne — das ehemalige Dominikanerkloster — wurde zum Kulturzentrum der Stadt ausgebaut und es wurde eine neue Stadthalle im historischen Ambiente des Stadtgartens mit seinem Rokokoschlösschen errichtet. Auch das alte Spital zum Hl. Geist wurde neuen Aufgaben zugeführt und beherbergt heute die Stadtbücherei. Für unverrückbare historische Traditionslinien in der Stadt stehen die spätromanische Johanniskirche und das in weiten Teilen im 14. Jahrhundert von der Familie Parler erbaute Münster, die größte Hallenkirche Deutschlands.

sehenswürdig

Johanniskirche 13. Jahrhundert

Heilig-Kreuz-Münster 14. Jahrhundert als Bürgerkirche durch die Baumeister Parler

Augustinuskirche 1756

Pfarrkirche St. Franziskus 1750 barockisiert

Rathaus 1783/85

„Grät“, eines der ältesten Gmünder Häuser

bemerkenswert

Kulturzentrum Prediger

Jugendkulturzentrum Esperanza

Städtische Musikschule im Schwörhaus

Stadtbibliothek im Amtshaus des Spitals

Museum und Galerie im Prediger

Silberwaren- und Bijouteriemuseum Ott-Pausersche Fabrik

ausgewählt

Festival Europäische Kirchenmusik
geistliche Musik in historischen Kirchen, jährlich

"Gmünder ART" alle 2 Jahre

Internationales SchattentheaterFestival alle 3 Jahre

Schauspiel-, Musiktheater-, Kleinkunst-Abonnements

Kindertheater und -konzerte

Theaterwerkstatt

unterstrichen

Schwäbisch Gmünd versteht sich als Kulturstadt. Der Stellenwert von Kulturarbeit und Kulturpolitik ist dementsprechend hoch.

Darüber hinaus wurde 1999 das Kulturkonzept „Zeitenwende“ erstellt. Ein Kulturleitplan ist in Arbeit.
Schwerpunkt der Schwäbisch Gmünder Kulturpolitik ist eine „kulturelle Grundversorgung“, die Kulturvermittlung sowie die Verbindung zwischen künstlerischen Spitzenangeboten und kultureller Breitenarbeit.

nachgefragt

Kulturbüro
Waisenhausgasse 1-3
73525 Schwäbisch Gmünd
Tel. 07171 / 603-4110
Fax 07171 / 603-4119

Weitere Infos im i-Punkt am Marktplatz, in der Tagespresse, an Plakatwänden, im vierteljährlichen Veranstaltungskalender, Flyern und im Internet unter