1999 zurück zur Übersicht


theaterTRÄUME (Schultheaterprojekt)

Der spielerische Umgang mit sich und der Welt geht uns zuweilen sehr früh verloren. Auch im zeit- und zensurenorientierten Schulalltag erlebt man als Schüler und Schülerin eher selten, dass gerade der Weg das Ziel sein kann - der Weg mit seinen vielen Erfahrungen, Erfolgen und verarbeiteten Mißerfolgen.
Die musisch-kulturelle Erziehung in ihrer ausgleichenden Funktion ist ein unverzichtbarer Teil der Allgemeinbildung. Sie muss den gleichen Rang wie technische und naturwissenschaftliche Bildung haben. Heutzutage, wo Grundfähigkeiten wie "Trauer und Freude empfinden" oder "Einfälle haben" verkümmern, ist es dringend notwendig, zu elementaren Formen des Lernens zurückzukehren, wie sie uns im Theater gegeben sind.

tl_files/krs_bilder/theater.jpg   Böblingen
Ditzingen
Esslingen am Neckar
Fellbach
Filderstadt
Geislingen an der Steige
Gerlingen
Korntal-Münchingen
Leonberg
Leutenbach
Ludwigsburg
Ostfildern
Plochingen
Remseck am Neckar
Schwäbisch Gmünd
Stuttgart
Vaihingen an der Enz
Waiblingen
Winnenden

Da beim Theaterspielen die ganzheitlich-gestaltende Arbeit dominiert, werden Schülerinnen und Schüler umfassend in allen Bereichen ihrer Persönlichkeit gefördert. Das Interesse am Theaterspielen zeigt, dass Jugendliche sich nicht vom Medienangebot einseitig in ihrer Kreativität hemmen lassen, sondern gerade Alternativen und Betätigungsfelder gegenüber dem passiven Nur-Konsumieren suchen’
(Dr. Annette Schavan in ihrem Grußwort).
 
Die KulturRegion Stuttgart kann eine Premiere feiern. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte findet eines ihrer Projekte eine Fortsetzung. Nach dem überwältigenden Erfolg der "theaterTRÄUME" 1996, die eindrücklich professionelle nationale und internationale Angebote für Kinder und Jugendliche selbst aus der Region bündelten - ein Erfolg, der darüber hinaus mit dem Förderpreis der Region Stuttgart für den Bereich Kultur bestätigt wurde -, gibt es nun im regionalen Kinder- und Jugendjahr ein weiteres Mal "theaterTRÄUME". "Nix ohne uns" lautet hier das Motto.
 
Wenn es darum geht, unserer sich immer schneller drehenden Bilderwelt einen Sinn abzugewinnen, ist das alte, "langsame" Medium des Theaters unschlagbar. Ein Blick in die Veranstaltungskalender der Mitgliedsgemeinden der KulturRegion Stuttgart zeigt, daß immer mehr junge Menschen Theater spielen. Unsere Kinder und Jugendliche treffen sich aus Spaß am Spiel, aus dem Glücksgefühl, im Ensemble etwas Gemeinsames herzustellen, aber auch aus dem Wunsch heraus, einmal ganz bei sich selbst sein zu können’
(Dr. Joachim Rücker, Oberbürgermeister der Stadt Sindelfingen, 1. Vorsitzender der KulturRegion Stuttgart).