Tübingen zurück zur Übersicht


denkwürdig

Als alemannische Siedlung gegründet, wurde Tübingen erst 1078 schriftlich erwähnt. Unter den Grafen von Tübingen, die die Pfalzgrafenwürde erwarben, erlebte es seine erste große Blüte. Aus dem Dorf wurde eine Stadt, die um 1231 Stadt- und Bürgerrechte besaß.
 
Der Untergang des staufischen Hauses und damit der politische Machtverlust der Pfalzgrafen von Tübingen leitete einen raschen wirtschaftlichen Niedergang ein. 1342 wurde die Stadt an die Grafen von Württemberg verkauft. 

Durch den 1514 mit Ulrich von Württemberg geschlossenen „Tübinger Vertrag“ erlangte der bürgerliche Landstand ein weitgehendes Mitbestimmungsrecht und wichtige Privilegien für sich selbst.

Graf Eberhard im Bart hatte 1477 die Universität in Tübingen gegründet. Sie gelangte, wirtschaftlich und personell gut ausgestattet, rasch zu hohem Ansehen. 1534 führte Herzog Ulrich die Reformation ein. Neue, lutherische Lehrer wurden nun bevorzugt eingestellt.

Trotz einiger Rückschläge, wie etwa die Zerstörung des Dreißigjährigen Krieges oder die Gründung der Hohen Karlsschule in Stuttgart, konnte die Universität ihre Arbeit immer wieder fortsetzen. Als erste deutsche Hochschule gründete sie 1863 eine Naturwissenschaftliche Fakultät.

Die Universität prägte das kulturelle, geistige und gesellschaftliche Leben nachhaltig. Tübingen hat ihr auch den Ruf als Stadt der Dichter und Denker und als Sitz der Musen zu verdanken. Tübinger Dichter und Gelehrte wie Ludwig Uhland, Wilhelm Hauff, Justinus Kerner und Eduard Mörike wurden bis über die Grenzen Württembergs hinaus bekannt.

sehenswürdig

Stiftskirche 
15. Jahrhundert, Grablege der Württemberger Grafen und Herzöge

Schloss Hohentübingen

Evangelisches Stift
„Geistesschmiede Württemberg“

Mittelalterliche Altstadt

Hölderlinturm
Wohnort des kranken Dichters,  1807-1843

Rathaus 
15. Jahrhundert mit astronomischer Uhr von 1511

bemerkenswert

Stadtmuseum

Hölderlinhaus
Literarische Gedenkstätte

Museen der Universität

Kunsthalle Tübingen

Soziokulturelles Zentrum Sudhaus
mit Musikproberäumen und Malateliers

Zentrum Zoo
Kultur und Gastronomie

Bürgerhaus Casino

Landestheater Tübingen

Zimmertheater

ausgewählt

Afro-Brasil-Festival im Juli

Open-Air-Kino Mitte Juli bis Mitte August

Sommertheater Ende Juli bis September

Stadtfest alle 2 Jahre

Umbrisch-Provenzalischer Markt im September

unterstrichen

Tübingen ist als Universitätsstadt in erster Linie eine Stadt der Kultur und ein Hort des Wissens. Die Kulturarbeit und Kulturpolitik hat in der Stadt deshalb einen hohen Stellenwert.

Bei den BürgerInnen besteht eine große Bereitschaft, sich einzubringen, Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Durch die Nähe zur Universität entsteht ein hohes künstlerisches und kulturelles Potenzial.

Zwar wurden Kulturentwicklungspläne diskutiert, doch — um die Spontaneität und Flexibilität zu erhalten — nicht verabschiedet.
Der Schwerpunkt der Kulturarbeit liegt darin, Initiativen, die Kultur möglich machen, zu fördern und eigene städtische Kultureinrichtungen zu unterhalten.

nachgefragt

Universitätsstadt Tübingen
Kulturamt
Nonnengasse 19
72070 Tübingen
Tel. 07071 / 204-1241
Fax 07071 / 204-1739