Svetlana Acević
Eine Tüte Flips. Die Banalität des Heimat-Begriffs – Eine persönliche Analyse
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Heimat war ein Wort, das von Anfang an wie selbstverständlich zu meinem Wortschatz gehörte und dessen Bedeutung ich nicht hinterfragt habe. Heimat war das Land, in dem ich geboren wurde. Damit war der Begriff von Anfang an als territoriale Einheit gefasst und vom ersten Schultag an auch geschichtlich verfangen, indem er mit den ersten Lektionen von Patriotismus im Geschichts- und Musikunterricht genährt und geformt wurde. Auch die Sonntagsfilme, die von den Errungenschaften der Partisanen und von Tito im Zweiten Weltkrieg erzählten, sorgten dafür, dass dieses Heimatbild auch in der Freizeit aufrechterhalten wurde. Dabei wurden Bilder assoziiert, die vermittelten, dass Heimat etwas war, was erkämpft werden musste und was es gegen wen auch immer zu verteidigen galt. Darüber hinaus bestand für alle, die im ehemaligen Jugoslawien aufgewachsen sind und eingeschult wurden, als Erstklässler die Pflicht, in den Pionierverband Jugoslawiens einzutreten. Mit der Ablegung eines Eides schwor man Treue und Liebe zur Heimat und zu all ihren Völkern. Zusammengenommen sind das eine Menge Verpflichtungen, die damals von einem siebenjährigen Kind abverlangt wurden.
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Meine erste bewusste Auseinandersetzung mit dem Heimat-Begriff erfolgte erst mit Beginn des Krieges im ehemaligen Jugoslawien.