Ulrich Hägele
Fotografie und Heimat – Der visualisierte Abschied von der Idylle
Denkt man an Heimatfotografie, so fallen einem Bilder von Trachtenträgerinnen, Kuhgespannen oder malerische Ansichten von Fachwerkstädten ein – Motive, die sich gemeinhin mit einer unberührten ländlichen Welt assoziieren lassen. Heimatfotografien beinhalten aber auch andere Bilder.
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Wie Fotografie im digitalen Zeitalter ist auch Heimat zu einem relativen Faktor geworden. Heimat ist Sprache, die Stadt und das Land, Familie oder Freundschaft. Heimat ist dort, wo die Liebe wächst und sie ist eine Perspektive der Hoffnung, wie Ernst Bloch einmal bemerkte. Heimat findet man im Büro und in der Bibliothek, auf der Couch vor dem Fernseher, im Stehcafé um die Ecke oder im Ferienhaus auf den Malediven und eben als inszeniertes fotovisuelles Projekt auf der Strandpromenade in Langenargen ...