| Vaihingen an der Enz | { zurück zur Übersicht |
denkwürdig
Zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit und aus der Zeit der Kelten und Römer bezeugen, dass die Gegend um Vaihingen ehemals dicht besiedelt war. Alemannen und Franken gründeten viele der heutigen Ortschaften und schufen eine Markungs- und Verwaltungseinteilung, die sich teilweise bis in die Gegenwart erhalten hat.
Graf Gottfried von Vaihingen legte um 1230 Vaihingen an. Eine Burg und die dörfliche Siedlung bei der Peterskirche bestanden zu diesem Zeitpunkt bereits. Eine Urkunde aus dem Jahr 1252 bezeichnet Vaihingen zum ersten Mal ausdrücklich als Stadt. Burg und Stadt Vaihingen kamen schließlich 1339 an die Grafen von Württemberg. Durch die Herrschaft der Württemberger und durch seine Lage als Grenzstadt wurde Vaihingen zu einer reichen Stadt. Zeichen des Wohlstandes waren unter anderem zwei Ordenspflegen, die Verschönerung und der Ausbau der Peterskirche, der Bau eines dritten Stadttores sowie der Bau eines Armenspitals.
Unter den berühmten Persönlichkeiten der Stadt ist der Theologe Johann Valentin Andreae (1586-1654) hervorzuheben. Er war 1614 Diakon in Vaihingen und wurde später Generalsuperintendent, Abt und Prälat in Stuttgart. Die Rezeption seiner Schriften reicht bis in die heutige Zeit. Bekannt wurde auch der „Sonnenwirtle“ Johann Friedrich Schwahn (1729-1760), ein berüchtigter Räuber und Bandenführer, der in Vaihingen hingerichtet wurde. Als literarische Figur lebt er unter anderem in den Stücken Friedrich Schillers und Hermann Kurz weiter. Ein dritter, über Vaihingens Grenzen hinaus bekannt gewordener Bürger war Jakob Fiedrich Abel (1751-1829) — Professsor an der Hohen Karlsschule, Freund und Lehrer Friedrich Schillers.
Im Zuge der Verwaltungsreform wurde 1973 der Kreis Vaihingen aufgelöst, die Stadt kam zum Kreis Ludwigsburg. Mit der Eingemeindung von Enzweihingen 1971, Ensingen, Gündelbach, Horrheim, Kleinglattbach, Riet, Roßwag 1972 und Aurich 1975 wurde Vaihingen zur Großen Kreisstadt erhoben.
sehenswürdig
Pulverturm
Haspelturm
Stadtkirche
Rathaus
Schloß Kaltenstein Wahrzeichen von Vaihingen
Gewölbekeller
Weinbautradition
Fachwerkhäuser
bemerkenswert
Weinmuseum Horrheim
Peterskirche Veranstaltungssaal
Städtisches Museum
Städtische Jugendmusikschule
ausgewählt
Vaihinger Maientag
historisches Kinder- und Heimatfest, ältestes weltliches Fest seit 1687, beruht auf bürgerlicher Stiftung
Kammerkonzerte animato e espressivo
zeitgenössische Kunst in Peterskirche und Pulverturm
Open-Air-Konzerte im Archivhof
Ensinger Classics mit Kammerorchester Arcata Stuttgart
Serenadenkonzerte am Schloss Kaltenstein
unterstrichen
Vaihingen ist eine sehr alte Stadt, die gewachsene, ausgeprägte Traditionen und ein ausgesprochen hohes historisches Selbstbewusstsein besitzt.
Vor 20 Jahren wurde ein Kulturamt eingerichtet, um Kulturarbeit professionell zu gestalten und in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen anzubieten.
Eine tragende Säule des kulturellen Lebens bilden die regen Aktivitäten der Vereine und des ehrenamtlichen Bürgerengagements. Die Stadt legt dabei großen Wert auf eine kulturelle Selbsttätigkeit der Bürger und möchte deren Offenheit für Neues fördern. Daher besteht die Kulturförderung in erster Linie nicht darin, finanzielle Mittel bereitzustellen, sondern kommt durch die kontinuierliche Unterstützung hoher künstlerischer Qualität und origineller Programme zum Ausdruck.
Die Kooperation zwischen Stadt und Vereinen hat einen hohen Stellenwert. Für die mittelfristige Planung gibt es einen jährlichen Kulturbericht, in dem die Eckpunkte der Arbeit zusammen mit dem zuständigem Ausschuss des Gemeinderates sowie Beratern aus der Bürgerschaft festgelegt werden.
nachgefragt
Stadtverwaltung Vaihingen an der Enz
Kulturamt
Schlossstraße 1
71665 Vaihingen an der Enz
Tel. 07042 / 18-235
Fax 07042 / 18-317
Weitere Infos im halbjährlich erscheinenden Kulturprogrammheft und im Internet unter www.vaihingen.de