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04.11.2014

Erfolgreicher Abschluss von »Garten Eden«

Kulturprojekt bietet Mehrwert für die Region

Die KulturRegion Stuttgart erreichte mit ihrem Jahresprojekt 2014 »Garten Eden« zwischen 16. Mai und 28. September 2014 über 21.000 Besucher. In 30 Städten und Gemeinden der Region überraschten 150 Veranstaltungen aller Kunstgenres an ungewöhnlichen Veranstaltungsorten. Das umfangreiche Programm ließ sich mit Hilfe zahlreicher Kooperationspartner stemmen: 183 Partner aus Kultur, Bildung, Religion, Sozialwesen, Wirtschaft und Tourismus waren in das Projekt eingebunden. Die Relevanz des Themas »Garten Eden« zeigte sich im  künstlerischen Diskurs über Natur im urbanen Raum, durch Veranstaltungen zum interkulturellen Dialog, und zahlreichen Aktionen von Bürgern.

Künstler aus der Region profitieren vom interkommunalen Projekt

Ein Kulturprojekt, das zentral initiiert wird und in 30 Kommunen auf fruchtbaren Boden fällt, bietet einen Mehrwert für Kunst- und Kulturschaffende vor Ort: 746 Künstler wurden engagiert, von denen 80% ihren Lebensmittelpunkt in der Region Stuttgart haben. Aber auch 33 internationale Künstler bereicherten das Programm.

Der Impuls, Gärten als Orte für Kunst und Kultur zu nutzen, wurde vielfach aufgegriffen: 104 Orte wurden für Veranstaltungen erschlossen, darunter auch 34 Privatgrundstücke. In einigen Kommunen werden die im Rahmen von »Garten Eden« entdeckten neuen Spielorte weiterhin für Kunst und Kultur genutzt.

Veranstaltungsbesucher sind mobil und fühlen sich mit der Region verbunden

Zu den Zielen der KulturRegion Stuttgart gehört auch, die Identifikation mit  der lebenswerten Region Stuttgart zu stärken und mit Angeboten den Binnentourismus zu aktivieren. Die Befragung von 1.400 Besuchern bei 44 Veranstaltungen zeigt: Fast die Hälfte der Befragten besuchte eine Garten-Eden-Veranstaltung außerhalb ihres Wohnorts und legte dafür durchschnittlich 23,5 km zurück.

Bemerkenswert ist, dass die Identifikation mit der Region Stuttgart bei den Veranstaltungsbesuchern höher ist als bei der Gesamtbevölkerung der Region. Dies zeigt ein Vergleich mit der telefonischen Bürgerumfrage des Verbands Region Stuttgart. 77,7% der befragten Veranstaltungsbesucher fühlen sich mit der Region Stuttgart stark verbunden oder verbunden, während bei der telefonischen Bürgerumfrage 2013 nur 59% eine Verbundenheit mit der Region bekannten.

Gezielte Vermittlungsprojekte für ein vielfältiges Publikum

Das Publikum von »Garten Eden« bildet in Alter, Bildung und Herkunft nicht die Heterogenität der Gesamtbevölkerung ab. Dieses Ergebnis deckt sich mit anderen Studien aus der Kulturnutzerforschung, die im klassischen Kulturpublikum vor allem höhere Alters- und Bildungsschichten sowie einen unterdurchschnittlich niedrigen Anteil von Menschen mit Einwanderungshintergrund identifizieren. Die Besucher der meisten Garten-Eden-Veranstaltungen sind mindestens 45 Jahre alt und 97% stammen aus einem Elternhaus, in dem überwiegend Deutsch gesprochen wurde. Einzelveranstaltungen zeigen jedoch Chancen auf: Werden Menschen mit Einwanderungshintergrund in die Konzeption einbezogen, spiegelt sich diese Heterogenität auch im Publikum wider.

Die Datenerhebung zum Kulturpublikum soll als Grundlage dienen, um das Programm in den kommenden Jahren für ein heterogeneres Publikum zu öffnen. Die KulturRegion Stuttgart schafft mit innovativen Veranstaltungsorten und -formaten bereits ein Angebot abseits der Konventionen des klassischen Kulturbertriebs. Durch Beteiligung von ausgewählten Kooperationspartnern arbeitet sie daran, unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen künftig besser zu erreichen.