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Bad Boll

Eingebettet zwischen Wiesen und Wäldern liegt am Fuße der Schwäbischen Alb der Kur- und Tagungsort Bad Boll. Bekannt wurde der Kurort im Jahre 1595 als Herzog Friedrich I. auf der Suche nach Salz in knapp 25 m Tiefe eine Schwefelquelle entdeckte. Er beauftragte daraufhin den Baumeister Heinrich Schickhardt mit dem Bau eines Badgebäudes mit Brunnenstube und eines Lustgartens. Zum Schöpfen des Wassers aus ca. 20 m Tiefe entwickelte Heinrich Schickhardt ein innovatives »Paternosterschöpfwerk«.

Im 19. Jahrhundert wurde das Kurhaus renoviert und zu einer schlossartigen Anlage umgebaut. 1976 erfuhr es eine Erweiterung zur Kur- und Rehaklinik. Gleichzeitig eröffnete das Thermal-Mineral-Bewegungsbad.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Kurhaus befindet sich die Evangelische Akademie Bad Boll mit der Villa Vopelius aus dem 19. Jahrhundert, in der die literarische Gedenkstätte »Blumhardts Literatursalon« eingerichtet ist. Neben Tagungen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen finden in der Evangelischen Akademie auch regelmäßig Ausstellungen und Veranstaltungen statt.

Die Stiftskirche Sankt Cyriakus in der Ortsmitte ist ebenso einen Besuch wert wie die vielen touristischen Besonderheiten in der Natur rund um Bad Boll. Dazu gehören unter anderem der Kurpark mit Wandelhalle, das Belvedere, der Blumhardt-Friedhof sowie der Naturpfad Sinneswandel im Badwäldle.

Außerdem ist Bad Boll eine von einundzwanzig Mitgliedsstädten der Kulturstraße des Europarates Itinéraire Culturel du Conseil de l'Europe Heinrich Schickhardt, auf der man den Spuren des Renaissance-Baumeisters durch Europa folgen kann.

Kulturinteressierte können die monatlich stattfindenden klassischen Konzerte im Königlichen Festsaal in der Rehaklinik genießen. Von Mai bis September finden im schönen Ambiente der Wandelhalle sonntags Konzerte im Kurpark statt.