Logo KulturRegion Stuttgart

Plochingen

Plochingen ist immer für eine Überraschung gut: Inmitten der schwäbischen Kleinstadt prangen die bunten Fassaden eines Friedensreich Hundertwassers und ein ebenso farbenfrohes öffentliches Toilettenhäuschen, das kein Geringerer als Tomi Ungerer entworfen und gestaltet hat.

Dass in Plochingen der Kunst Bedeutung beigemessen wird, dafür steht auch der Kulturpark Dettinger. Hier ist auf dem Gelände der ehemaligen Mühlsteinfabrik Dettinger ein kulturelles Zentrum entstanden.

Dessen Herzstück sind die Künstlerateliers, die zum Teil an junge Stipendiaten vergeben werden. Im alten Pferdestall auf dem Gelände wurde eine Kunstwerkstatt eingerichtet und die Steingießerei ist zum Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen geworden.

In der Städtischen Galerie werden Wechselausstellungen präsentiert, oft mit Arbeiten der im Kulturpark tätigen Künstler. Ein buntes Programm, von Theaterstücken über Konzerte bis zu Kabarett, wird in der Stadthalle geboten.

Und auch die zahlreichen kulturtreibenden Vereine bieten anspruchsvolle Veranstaltungen vom Jazzkonzert über Kammermusik bis zum großen Oratorium.

Weithin bekannt sind die Plochinger Feste: sei es das Bruckenwasenfest im Mai mit Gartenflohmarkt oder das Marquardtfest, das immer im Juli zu Ehren des mittelalterlichen Ortsherren Marquardt von Randeck begangen wird.

Apropos Mittelalter: eine Besichtigung wert sind in Plochingen auch die frühgotische Ottilienkapelle aus dem Jahre 1328, das älteste erhaltene Gebäude in Plochingen, und das weithin sichtbare Wahrzeichen Plochingens, die spätgotische St. Blasius-Kirche von 1488 auf dem Kirchberg.

Das Herz von Plochingen bildet der Marktplatz mit seinen prächtigen Fachwerkbauten wie dem reichverzierten Frühmesserhaus von 1590 oder dem Alten Rathaus vom 1530. Im historischen Sitzungssaal befindet sich das große Wandbild „Allegorie der guten Regierung“, das der Leipziger Maler Michael Triegel im Jahre 2000 geschaffen hat.