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Leonberg

Friedensmahnmal von Hans Daniel Sailer im Stadtpark

Nachdem die Stadt das Areal eines Gipswerkes inmitten Leonbergs erwerben konnte entstand in den 1980er Jahren zusammen mit der Stadthalle ein Park mit Seen.

Im oberen Teil des weitläufigen, mit mehreren Skulpturen versehenen Parks befindet sich seit 24 Jahren ein außergewöhnliches Kunstwerk. Das von Hans D. Sailer entworfene Friedensmahnmal wurde 1988-90 im Rahmen einer Bauhütte, an der mehrere Künstler beteiligt waren, geschaffen.

Es ist in der „Form einer archäologischen Grabungsstätte“ angelegt als „Spuren suchende Freilegung der Vergangenheit“. Es erinnert an die Opfer von Gewaltherrschaft und ruft zum Frieden unter den Menschen und mit der Natur auf.

Im Mittelpunkt steht die aus der tiefsten Stelle emporragende, von Sailer mit mythischen Bildern versehene Friedensstele aus Maulbronner Sandstein. Mit ihr korrespondiert ein Torbogen, durch den der Weg der Erinnerung an den dunkelsten Ort Leonberger Geschichte, dem KZ-Außenlager, führt.

Daneben befindet sich eine Krypta, die das Verlassensein der Opfer in Verliesen und Zwangslagern symbolisiert. In deren Zentrum zeigt der Künstler ein Gesicht, über das im Laufe des Tages der Schatten des Eisengitters wandert.

Die als Kreuz angeordnete Blutrinne oberhalb der Krypta erinnert an die vielen Opfer der Gewaltherrschaft. Darüber erhebt sich ein Marmorkopf, der an einem eisernen Träger befestigt ist, als Sinnbild der Opfer. Weitere Mitglieder der Bauhütte formten das Mahnmal mit ihren Skulpturen zu einer Gemeinschaft stiftenden Gedenkstätte.

Die Bepflanzung des Areals ist Teil des Gesamtkunstwerks. Sie wurde als Biotop für selten gewordene, heimische Pflanzen angelegt. Hier manifestiert sich der Gedanke, in Frieden mit der Natur zu leben.

Adresse

Friedensmahnmal im Leonberger Stadtpark
Berliner Straße
71229 Leonberg

Öffnungszeiten

Der Stadtpark ist rund um die Uhr geöffnet

Eintritt

Der Eintritt ist frei