Freitag_01. Oktober 2010_20.00 Uhr

Ostfildern

Zentrum an der Halle

 

Eröffnung des Festivals Zukunftsmusik

Paolo Perezzani: „Au bord du sens”

Texte von Jean-Luc Nancy sowie von Nietzsche, Hegel, Hölderlin, Aristoteles und anderen

Ein Stück über die Stille, das Hören und über das Entstehen von Musik mit Ensembles der Jugendmusikschule und Chören aus Ostfildern, vier Schlagzeugern und den Neuen Vocalsolisten

Paolo Perezzani, *1955 in Suzzara (Mantova). Er studierte Philosophie in Bologna und Komposition bei Salvatore Sciarrino. Kurse 1986 beim Centro di Sonologia Computazionale dell’Università di Padova und 1994 beim IRCAM in Paris. Verschiedene Preise. Paolo Perezzani lebt in Reggio Emilia und unterrichtet in Mantua.

Samstag_02. Oktober 2010_10.00/11.00 Uhr

Esslingen am Neckar

Innenstadt

 

Johannes Kreidler: Arbeitsmarktplatz Esslingen

Musik für alle, Vermittlung vermittelt, Tragödie des Hörens, erste Roboterdemonstration

Mit einem Demonstrationszug, sieben Gesangssolisten, einer Blaskapelle, zwei Schlagzeugern und vielen Geigen-, Klarinetten- und Klavierspielern

Johannes Kreidler, *1980 in Esslingen am Neckar. 2000 bis 2006 Kompositionsstudium an der Musikhochschule Freiburg bei Mathias Spahlinger, Elektronische Musik bei Mesias Maiguashca und Orm Finnendahl sowie Musiktheorie bei Ekkehard Kiem. 2004 bis 2005 Stipendiat der Europäischen Union. Gaststudent am Institut für Sonologie (Computermusik) des Koninklijk Conservatorium Den Haag. Seminare in Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Freiburg. Seit 2003 beschäftigt er sich auch mit Experimentalfilm und elektronischer Improvisation. Teilnehmer an Meisterkursen bei Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough, Richard Barrett und am IRCAM Paris. 2006 bis 2008 Graduiertenstipendium des Landes Baden-Württemberg. Seit 2006 unterrichtet er Musiktheorie, Gehörbildung und Elektronische Musik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und am Hochbegabtenzentrum der Musikhochschule Detmold. 2008 erregte er größeres Aufsehen durch eine Kunstaktion, bei der er für die Anmeldung eines 33-sekündigen elektronischen Stückes mit 70.200 Fremdanteilen bei der GEMA mit 70.200 Formularen in einem LKW vorfuhr. 2008/09 Internationale Kompositionsseminar der Ensemble Modern Akademie.

Samstag_02. Oktober_bis_Sonntag_10. Oktober 2010

Backnang

Ausstellungseröffnung Samstag_02. Oktober 2010_15.30 Uhr

Backnanger Bürgerhaus Foyer / Fritz-Schweitzer-Saal

 

Mario Verandi: Road to Backnang

Klanginstallation mit 12 Horn-Lautsprechern

Ein Werk über die Geschichten von Menschen mit Migrationshintergrund, ihre Reisen und ihre Ankunft in Backnang mit Aufzeichnungen aus Interviews und einer Komposition für Blechbläser

Mario Verandi, *1960 in Buenos Aires. Musikstudium an der Universidad de Rosario (Argentinien). Von 1986 bis 1989 Studium in den Phonos Electroacoustic Music Studios in Barcelona, von 1992 bis 1999 in Birmingham. Von 2000 bis 2001 Gast des DAAD Berlin. Von 2003 bis 2004 Gastdozent für Musik­wissenschaft an der FU Berlin. Verandi macht elektroakustische Musik, audiovisuelle Installationen, Radiokunst sowie Musik für Tanz, Kurzfilme und Theater. Seine Werke wurden auf zahlreichen internationalen Festivals aufgeführt. Er errang wichtige internationale Preise. Mario Verandi lebt in Berlin.

Samstag_02. Oktober 2010_19.00 Uhr

Rechberghausen

 

Gordon Kampe: „Chamäleons und Pelikane”

Drei szenische Nachtstücke, überliefert von Menschen aus Rechberghausen, aufgeschrieben von Gordon Kampe, in Szene gesetzt von Stefan Kreitmayer (Video), gespielt von drei Instrumentalsolisten an den geheimnisvollsten und obskursten Orten der Stadt

Gordon Kampe, *1976 in Herne. Von 1998 bis 2003 Kompositionsstudium bei Hans-Joachim Hespos, bei Adriana Hölszky in Rostock und Nicolaus A. Huber in Essen, Musik- und Geschichtswissen­schaften in Bochum. Mehrfache Auszeichnungen und Stipendien. Seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Folkwang Hochschule in Essen.

Sonntag_03. Oktober 2010_13.30 Uhr

Schwäbisch Gmünd

Justizvollzugsanstalt (JVA) Gotteszell, Marienkapelle

 

Niklas Seidl: Musikperformance mit Inhaftierten der JVA Gotteszell

Musik-Video-Performance über die Arbeitswelt der Inhaftierten, erfunden und aufgeführt von acht Häftlingen im Zusammenspiel mit dem Komponisten Niklas Seidl, dem Theaterwissenschaftler Jan Rohwedder und dem Klangregisseur Felix Dreher

Niklas Seidl, *1983 in Bremen. Von 2002 bis 2009 Studium Violoncello/Barockcello bei Prof. Hörrs in Leipzig und in Wien bei Prof. Tachezi sowie ab 2005 zeitgenössisches Violoncello bei Prof. Linden­baum. Von 2007 bis 2009 Kompositionsstudium in Leipzig bei Prof. Claus-Steffen Mahnkopf, ab Herbst 2009 in Hannover bei Prof. Johannes Schöllhorn.

Sonntag_03. Oktober 2010_17.00 Uhr

Göppingen

Burgruine Hohenstaufen

 

Sergej Newski: „Dolze mio drudo”

Szenische Kantate nach Gedichten Friedrichs II von Hohenstaufen

Eine Prozession auf den Hohenstaufen mit Mitgliedern der Jugendkapelle und des Städtischen Blasorchesters Göppingen (Leitung Martina Rimmele) und mit den Neuen Vocalsolisten

Sergej Newski, *1972 in Moskau. Er studierte Musiktheorie in Moskau, Komposition bei Jörg Herchet in Dresden sowie bei Friedrich Goldmann an der UDK Berlin, von 2000 bis 2005 Musiktheorie und Musikpädagogik bei Hartmut Fladt. Zahlreiche Aufführungen bei europäischen Musikfestivals, Preise und Stipendien, wie zuletzt der Publikumspreis beim Musikfestival in Sankt Petersburg für sein Werk „Alles“. Sergej Newski lebt in Berlin.

Mittwoch_06. Oktober_bis_Freitag_08. Oktober 2010_jeweils 17.00_bis_20.00 Uhr

Stuttgart

Klett-Verlag

 

Hannes Seidl / Daniel Kötter: Galerie

Ein musiktheatralischer Parcours durch das Gelände des Klett-Verlags

Hannes Seidl, *1977 in Bremen. Er studierte Komposition bei Nicolaus A. Huber, Thomas Neuhaus und Beat Furrer. 2002 gründete er mit Maximilian Marcoll das Elektronikduo dis.playce. Mitbegründer von stock11.de – Label für aktuelle musik. Er unterrichtete von 2001 bis 2003 digitale Klangsynthese am ICEM in Essen und 2004/05 Elektronische Musik an der Universität Bremen. Hannes Seidl lebt in Frankfurt/Main.

Mittwoch_06. Oktober 2010_20.00 Uhr

Stuttgart

Theaterhaus

 

Zwei Musiktheater-Einakter von Matteo Franceschini und César Camarero

Ein Projekt im Rahmen von ENPARTS, einer europäischen Kooperation von Musik der Jahrhunderte mit der Biennale Venedig und mit musicahoy Madrid

Donnerstag_07. Oktober_und_Freitag_08. Oktober 2010_jeweils 10.00_bis_20.00 Uhr

Ditzingen

Innenstadt

 

Maximilian Marcoll: UMVERTEILUNG

Eine temporäre Verwandlung von Ditzingen, mitvollzogen von Ditzinger Geschäften, Vereinen, Schulen, Kirchen, Bürgeramt, Stadtmuseum, Polizeirevier, Kindertagesstätte, Stadtbibliothek, Arztpraxen, Jugendhaus und vielen anderen Menschen der Stadt.

Maximilian Marcoll, *1981 in Lübeck. Er studierte von 1992 bis 1997 Schlagzeug in Lübeck, von 1997 bis 2001 Komposition bei F. Döhl und D. Reith, 2001 bis 2006 instrumentale und elektronische Komposition bei Thomas Neuhaus, Dietrich Hahne, Orm Finnendahl und Günter Steinke in Essen. Seit 2007 unterrichtet er an der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg und am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

Donnerstag_07. Oktober 2010_17.30 Uhr

Stuttgart

Theaterhaus Südseite

 

Sandeep Bhagwati: Atish-e-Zaban

Neue Vocalsolisten

Donnerstag_07. Oktober 2010_20.00 Uhr

Ludwigsburg

Innenstadt

 

Werner Cee: Alltags(Ver)Dichtung

Multimediales Klangporträt der Stadt Ludwigsburg, gezeichnet von Werner Cee und von Mitgliedern der Studiengänge Musik und Kunst der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg

Werner Cee, studierte in den 70er-Jahren Malerei an der Frankfurter Kunsthochschule (Städel) und arbeitete bis in die 80er-Jahre als freischaffender Bildender Künstler, gleichzeitig als Musiker in der experimentellen Rockmusikszene und der Free-Szene. Es folgten Arbeiten im Medienkunstbereich, Klang- und Lichtinstallationen, die eine Verbindung von visuellen und akustischen Medien, von Klang, Geräusch, Architektur und Musik herstellen. Danach verlagerte sich sein Schwerpunkt auf elektroakustische Komposition und Ars-Acustica-Produktionen für den Rundfunk. Für den WDR, Deutschlandradio Kultur, den Hessischen Rundfunk, den SWR und den Bayerischen Runfunk realisiert er zahlreiche Dokumentationen, Soundscapes sowie musikethnologische Features. Nach Unterrichtstätigkeit an der Kunsthochschule Saarbrücken und an der Hochschule der Künste in Bern ist er nun freischaffender Künstler und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Marburg.

Freitag_08. Oktober 2010_19.00 Uhr

Waiblingen

Marktplatz

 

Christoph Ogiermann: „StadtKLANK”

2000 Musiker aus Waiblinger Ensembles füllen die Innenstadt von Waiblingen mit einem magischen und raumgreifenden Klang.

Christoph Ogiermann, *1967. Kompositionsstudium in Bremen bei Younghi Pagh-Paan, Nicolas Schalz, Georges-Nicolas Wolff. Rezitator, Sänger, Geiger und Pianist in den Bereichen Freie Improvisation und europäische Kunstmusiken. Gastdozent für Komposition und Improvisation in Pitea/Schweden. Gastkomponist am Institut für Elektronische Musik und Akustik Graz, im Studio für Elektronische Musik der Technischen Universität Berlin, im Experimentalstudio des SWR. 2008 Dozent für Komposition und Elektronik in Edinburgh und Queretaro/Mexiko.

Samstag_09. Oktober 2010_17.30 Uhr

Remseck am Neckar

Gemeindehalle Neckargröningen

 

Annesley Black: SCHLAEGERMUSIK

 

Eine Performance von Annesley Black und Hazel Meyer über die Zusammenhänge von Arbeit, Sport und Musik mit Mitgliedern der Badminton-Abteilung des SGV Hochdorf

Annesley Black, *1979 in Ottawa. Sie studierte Komposition bei Brian Cherney in Montreal und von 2004 bis 2006 bei York Höller in Köln. Von 2006 bis 2008 studierte sie Komposition bei Mathias Spah­linger, Elektronik bei Orm Finnendahl und Filmmusik bei Cornelius Schwehr in Freiburg. Verschiedene Auszeichnungen, vielseitige Kooperationen in den Bereichen Theater, Tanz und Rockbands. Annesley Black lebt in Frankfurt/Main.

Samstag_09. Oktober 2010_20.00 Uhr

Leonberg

Steinturnhalle Steinstraße

 

Alan Hilario: sini(n)gang mix

Ein Musik-visuelles Projekt mit dem trio kina manang

Schattenspiel, Musikperformance, Kochshow: ein multidisziplinärer Abend über die Symbole von Identität mit Schülern der Gerhart-Hauptmann-Realschule und der Afro-Asiatischen Kulturgruppe Leonberg

 

trio kina manang: Alan Hilario (Komposition und Leitung), Alwin Reamillio und Ian Victoriano (Schattenspiel, Video, Text, Bühnenbild)

Alan Hilario, *1967 in Manila. Musikausbildung als Geiger, von 1985 bis 1988 Kompositionsstudium an der University of the Philippines, von 1988 bis 1992 Violinist im Philippine Philharmonic Orchestra, von 1985 bis 1992 Projekte mit Film- und Theaterregisseuren, von 1992 bis 1996 Stipendium des DAAD und Kompositions­studium bei Mathias Spahlinger sowie elektronische Musik bei Mesias Maiguashca. 1997 Komposi­tionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart.

Sonntag_10. Oktober 2010_19.00 Uhr

Stuttgart

Theaterhaus

 

Abschlusskonzert

Hannes Seidl / Daniel Kötter: Freizeitspektakel

Musiktheater mit den Neuen Vocalsolisten

Rupert Huber: Neues Werk

für die Andreaskantorei Obertürkheim und das SWR Vokalensemble und andere Werke