Ditzingen … mehr als eine Stadt
Die kühn hingeworfene Aussage aus der Marketing-Abteilung lässt auf eine sehr selbstbewusste Haltung der Stadt schließen.
Das Mehr einer Stadt kann vieles bedeuten:
_ Sind vier Stadtteile (Ditzingen, Heimerdingen, Hirschlanden und Schöckingen) mehr Stadt, da dazwischen auch noch offene Räume liegen?
_ Sind 24.000 Einwohner und 11.000 Arbeitsplätze ein Summenspiel, das mehr Bewegung von Menschen nach Ditzingen ergibt?
Lawrence Weiner entdeckte schon 1992/93 beim ersten großen Kulturprojekt der KulturRegion Stuttgart (der Skulpturenausstellung Platzverführung) mit seiner Skulptur
eine Kartoffel, zwei Kartoffeln, drei Kartoffeln und mehr,
dass sich Ditzingen anders definiert als andere Städte.
Suchen wir also nach dem „Besonderen"
Ditzingen nennt der Landrat des Landkreises Ludwigsburg die „Stadt der Musik“. – Neben dem Angebot der Vereine (Musikverein, Liederkränzen, Handharmonikavereine und Guggenmusik-Ensemble) gibt es eine besonders aktive Jugendmusikschule. Die Jugendmusikschule Ditzingen kooperiert mit sämtlichen Ditzinger Schulen. Momentan werden in der Jugendmusikschule über 1.000 Kinder und Jugendliche unterrichtet.
Das Ergebnis:
_ Es gibt ein Grundschulstreichorchester (9- und 10-jährige Kinder)
_ Ein Grundschulgitarrenensemble (9- und 10-jährige Kinder)
_ mehrere Hauptschulbigbands (Klasse 5 bis 9): zum Teil sind geistig behinderte Jugendliche integriert (mehrfach ausgezeichnet!)
_ Grundschul- und Hauptschulchor
_ Bigbandensemble der Realschule und des Gymnasiums (gemeinsam)
_ Bläserklasse der Realschule Klasse 5 und 6
Die Musikszene der Jugendlichen ist bestimmt durch Bands, die Hardcore-, Punk- und Rockmusik spielen.
Stadtteilprojekte
Bei der Heimerdinger tonART, einem Stadtteilkulturprojekt entdeckte man mehr Klänge als in den anderen Stadtteilen. Zwei Orgelbetriebe stellten ihre elektronischen Orgeln vor, wobei ein Inhaber eine Weltneuheit zum Thema Raumklang „Pfeifenorgel in Lautsprechern“ präsentierte. Darüber hinaus trafen mundartliche Klänge auf den Sound des Modellflugclubs aus Heimerdingen, und Tonkugeln dienten zur Percussion im Garten.
Der Stadtteil Schöckingen befand sich auf dem „Holzweg“, denn der kleinste Stadtteil beheimatet viele Holzkünstler, Antiquitätenhändler und last but not least, ein Waldgebiet mit Waldhütte zur Einkehr.
Der Stadtteil Hirschlanden katapultierte sich vor 40 Jahren von 1.500 Einwohnern auf jetzt 5.000 Einwohner, was sich an einigen mehr als mehrstöckigen Hochhäusern bemerkbar macht. Der Fund des Hirschlander Kriegers aus der Keltenzeit stellt den bemerkenswerten Aspekt einer doch von Geschichte geprägten Stadt dar, der man es auf den ersten Blick nicht ansieht.
Ditzingen spuckt kleinere Töne, auch wenn dieser Stadtteil, auch Kernstadt genannt, viel zu bieten hat. Hier fließt die Glems und insgesamt fünf Mühlen produzieren noch Mehl. Zwei Kirchen, die Speyrer und die Konstanzer Kirche lassen darauf schließen, dass es einst um mehr als nur um Religion ging (Franken und Alemannen).
Ditzingen … mehr als nur eine Stadt!
Mehr davon im Internet unter www.ditzingen.de und dort unter: Hinweise der Stadt (ein Filmchen gibt es auch und zwei Web-Kameras)
Mehr Ditzingen erhalten Sie auch unter E-mail: Wolf@ditzingen.de
Verfasser:
Thomas Wolf
Thomas Wolf