Ludwigsburg
Ludwigsburg ist eine reizvolle, moderne Stadt, in der sich Geschichte, Gegenwart und Zukunft zu einer Symbiose verbinden. Die barocken Schlösser, und vor allem das Residenzschloss im Herzen der Stadt, die Gartenschau "Blühendes Barock", die historischen Alleen, die bekannte Porzellanmanufaktur, der großzügige, mit Arkaden umsäumte barocke Marktplatz, aber auch die weitläufigen Kasernenbauten geben der Anfang des 18. Jahrhunderts gegründeten Stadt ihren markanten Charakter.
Das moderne Gesicht Ludwigsburgs ist nicht weniger attraktiv. Inmitten einer der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands ist Ludwigsburg Sitz vieler namhafter Firmen – nicht wenige davon mit Weltruf. Als Film- und Medienstandort hat Ludwigsburg, vor allem durch die Filmakademie Baden-Württemberg und das Film- und Medienzentrum, internationale Bedeutung erlangt. Neben zahlreichen renommierten Medienfirmen beherbergt das Film- und Medienzentrum auch ein Gründerzentrum, das jungen Medienschaffenden den Start in die Eigenständigkeit erleichtern soll. Und Ludwigsburg ist Hochschulstadt. Mit insgesamt fünf Fachhochschulen und Akademien sowie dem Deutsch-Französischen Institut bietet die Stadt ihren rund 85 600 Bürgerinnen und Bürgern ein umfangreiches und hoch qualifizierendes Bildungsangebot.
Gute Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten, die attraktive Innenstadt mit ihren vielen Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten, die zahlreichen Freizeit- und Sportangebote, eine aktive Bürgerschaft sowie ein reiches Kulturangebot kennzeichnen Ludwigsburg als zukunftsorientierte Stadt mit Flair und hoher Lebensqualität!
Ludwigsburg Kultur
Ludwigsburg ist Kultur- und Festspielstadt und als solche weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Das hervorragende kulturelle Angebot ist ein unverwechselbarer Bestandteil des Ludwigsburger Stadtprofils. Weltbekannte Solisten und Ensembles gastieren alljährlich bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen und im Forum am Schlosspark. Zahlreiche weitere Kulturinstitutionen, die Akademien für Darstellende Kunst und Film, weitere Hochschulen sowie ein hochkarätiges Filmprogramm sorgen für ein lebendiges, vielfältiges und anspruchsvolles Kulturangebot. Ludwigsburgs Kulturszene entfaltet sich im Spannungsfeld zwischen internationalem Gastspielangebot und bürgernaher Kultur.
Mit dem Kultur- und Kongresszentrum "Forum am Schlosspark" besitzt die Stadt einen der schönsten und technisch modernsten Veranstaltungsorte im Land. Die renommierten "Ludwigsburger Schlossfestspiele Internationale Festspiele Baden-Württemberg" gastieren dort – neben vielen weiteren hochkarätigen Ensembles. Mit einem eigenen Programm ist auch die Stadt bzw. der Fachbereich Kunst und Kultur seit Jahren im Forum präsent und bringt internationale Topkompanien aus der Tanz- und Theaterwelt auf die Bühne. Gleichzeitig gibt es eine lebendige bürgerliche Kultur der Musik- und Gesangvereine sowie mit dem Kunstzentrum Karlskaserne eine alternative Ideenschmiede mit Werkstätten für bildende Kunst, Theater und modernen Tanz. Die Museumslandschaft wird geprägt durch die Museen im Schloss sowie durch das Städtische Museum im Herzen der Stadt.
Ludwigsburg bietet eine Vielzahl an kulturellen Einrichtungen und kreativen Werkstätten. Während die großen etablierten Kultureinrichtungen das Bild der Stadt Ludwigsburg nach außen als Kulturstadt präsentieren, sind es im Inneren die kleineren und mittleren Einrichtungen und Initiativen wie das Scala, der JazzClub e.V sowie Kultur Alt-Hoheneck, die durch ihren Bezug zur Basis das lebendige kulturelle Geschehen und die kulturelle Stadtidentität prägen. Die Selbsttätigkeit der Bürger wird in Ludwigsburg groß geschrieben: Durch stadtübergreifende kulturelle Großprojekte und das bekannte Bürgertheater hat sich die Stadt in der Zusammenarbeit von Profis mit Amateuren auf höchsten künstlerischen Niveau ein weit über die Stadt hinaus wirkendes Markenzeichen gegeben.
Ludwigsburg Geschichte
Gründung des Schlosses und der Stadt
Das Ludwigsburger Residenzschloss wurde in der Zeit von 1704 bis 1733 unter Herzog Eberhard Ludwig erbaut. Mit 452 Räumen, 18 Gebäuden und drei Höfen und seiner überaus kostbaren Ausstattung zählt es zu den imposantesten und weitläufigsten Barockanlagen Europas und diente den Herzögen und Königen von Württemberg als Residenz. Bis heute finden in den kostbar ausgestatteten Räumlichkeiten Staatsempfänge und kulturelle Veranstaltungen statt.
Das Ludwigsburger Ensemble von Residenzschloss, Schlossgärten und den Lustschlössern Favorite und Monrepos gehört zu den herausragenden künstlerischen Leistungen des 18. Jahrhunderts.
Ursprünglich plante Herzog Eberhard Ludwig auf dem Erlachhof nur ein Lustschloss zum Jagd- und Sommeraufenthalt. Nach dem Beispiel anderer Fürsten und der absolutistischen Ansicht, die Gründung von Städten lasse so recht die Macht des Herrschers erkennen, entschied sich der württembergische Regent dann dafür, dem 1704 begonnenen Schloss eine Stadt anzugliedern und lud 1709 zur Ansiedlung ein. Bauplatz und Baumaterial vergab er kostenlos. Außerdem gewährte er 15 Jahre Steuerfreiheit. Aber erst als der Herzog auch versprach, in Ludwigsburg zu residieren, wurde gebaut.
Die historische Innenstadt
Historische Gebäude, Alleen, Straßenzüge und Plätze prägen immer noch das barocke Stadtbild und spiegeln bis heute den besonderen Charakter Ludwigsburgs wider: Gerade breite Straßen schneiden sich im rechten Winkel, zweigeschossige Bürgerhäuser in zarten Pastellfarben prägen das Stadtbild. Laut Theodor Heuss ist der Arkaden umsäumte Marktplatz mit seinen zwei Barockkirchen, "der Stolzeste Platz, den Württemberg hat" und er ist die bürgerliche Mitte der Stadt: seit 1714 wird dort bis heute ununterbrochen der Wochenmarkt abgehalten. Alle großen Feste werden auf dem Marktplatz gefeiert und wichtige Kundgebungen haben hier ihren Ort.
Eine Besonderheit ist, dass die Bürgerstadtmitte in Ludwigsburg wesentlich höher liegt als das Residenzschloss der Herzöge und Könige. Auf zwei steilen Rampen hat der Stadtbaumeister Frisoni die Straßen vom Schloss hinaufgeführt. Auf dem Marktbrunnen in der Mitte des Platzes hält Stadtgründer Herzog Eberhard Ludwig (1676 - 1733) Audienz. Er hebt den Stab, der ihn als Marschall des Reiches ausweist. Die Statue hat Carlo Feretti 1723 gefertigt, den Brunnentrog der Eisengießer Christian Neubert.
Eine ganze Reihe interessanter Gebäude stehen in direkter Umgebung: das Geburtshaus Justinus Kerners (Marktplatz 8), das Geburtshaus Eduard Mörikes (Kirchstraße 2) und sein späteres Wohnhaus (Obere Marktstraße 2), das Geburtshaus des Schriftstellers und Ästhetikers Friedrich Theodor Vischer (Stadtkirchenplatz 1) sowie das Geburtshaus des Theologen und Literaten David Friedrich Strauß (Marstallstraße 1).
Friedrich Schiller wohnte in jungen Jahren im »Maucler'schen Haus« (Mömpelgardstraße 26) und »Cotta-Haus« (Stuttgarter Straße 26). Von dort aus besuchte er die Lateinschule gegenüber dem Rathaus. 1793/94 wohnte er in der Wilhelmstraße 17, wo er unter anderem an seinem Wallenstein arbeitete.
Kasernenkonversion
Neben dem Barock gehören auch die Kasernenbauten zum Stadtbild, denn über 250 Jahre lang war Ludwigsburg Militärstadt. Das Militär prägte lange Zeit die Architektur, die Kultur, schlicht das Leben in Ludwigsburg. Lange zählte die Stadt zu den größten Garnisonen Deutschlands, hieß im Volksmund nicht ohne Grund "Schwäbisches Potsdam". Zu Beginn der 90er Jahre wurden die zahlreichen militärischen Liegenschaften frei für neue, zivile Nutzungen.
Das Leben, das sich heute in den Ludwigsburger Kasernen und auf den ehemals militärisch genutzten Flächen abspielt, könnte vielfältiger nicht sein: Kunst und Kultur, Film und Medien, Firmen und Institutionen finden dort ebenso ihren Raum wie Wohnen, Hotellerie und Gastronomie. Ludwigsburg war schon immer ein wichtiger Wirtschaftsstandort im Süden Deutschlands und ist es erst recht, seit der Abzug des Militärs nach dem Ende des Kalten Kriegs diese ungeahnten Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet hat.
Persönlichkeiten der Stadt
Im Laufe der Geschichte haben in Ludwigsburg viele interessante und bedeutende Menschen gelebt und gewirkt. Sie kamen aus allen Teilen des Landes, etliche auch aus dem Ausland, so zum Beispiel die am Schlossbau beschäftigten italienischen Baumeister und Künstler. Zahlreiche berühmte Fremde kamen nach Ludwigsburg. Mozart besuchte genauso wie Goethe die Stadt. In Ludwigsburg wurde aber auch eine stattliche Reihe hervorragender Persönlichkeiten geboren, die auf den verschiedensten Gebieten Besonderes geleistet haben und weit über die Landesgrenzen bekannt geworden sind, wie z.B. die Dichter Eduard Mörike und Justinus Kerner, der Theologe und Literat David Friedrich Strauß oder auch der Erfinder des Streichholzes, Jakob Friedrich Kammerer.