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6. Mai 2014

Jahresprojekt Garten Eden: 150 Veranstaltungen in 30 Kommunen

Vom 16. Mai bis zum 28. September erschließt die KulturRegion Stuttgart zahlreiche paradiesische Orte als Freiräume für Kultur und ihr Publikum.

Diesen Sommer widmet sich das Projekt der KulturRegion Stuttgart vom 16. Mai bis zum 28. September dem Themenschwerpunkt »Garten Eden«.

30 Mitgliedskommunen und zahlreiche Kooperationspartner wie Galerien, Vereine, Volkshochschulen oder Festivals in der gesamten Region haben sich vom diesjährigen Thema »Garten Eden« inspirieren lassen und gestalten ein Programm mit 150 Veranstaltungen. Auch acht Privatgärten, deren Besitzer sich mit ihrer Paradiesvision auf die Ausschreibung der KulturRegion Stuttgart hin gemeldet haben, öffnen ab Juli ihre Gartenpforten für öffentliche Veranstaltungen. Zum Auftakt des Projekts sind alle Bürgerinnen und Bürger am 16. Mai zum Wandeln und Verweilen an künstlerischen Stationen in den Weißenburgpark Stuttgart eingeladen.

Die Aktualität des Themas »Garten Eden« für die Region zeigt sich im breit gefächerten Angebot der Kulturveranstaltungen: Glaubensfragen und Idealvorstellungen werden künstlerisch thematisiert, grüne Oasen, wie die neu gestalteten Landschaftsparks, als Orte für Kultur erschlossen. Aber auch im Alltag ermöglichen kreierte Paradiese unvermutete Begegnungen mit Kunst, so verwandelt sich im August ein S-Bahn-Zug mit von Künstlern gestalteten Fenstern in eine mobile Galerie.

Öffentliche Auftaktveranstaltung im Weißenburgpark Stuttgart

Zur Auftaktveranstaltung »Der Anfang« begrüßt die KulturRegion Stuttgart am 16. Mai die Öffentlichkeit ab 19:30 Uhr im Weißenburgpark Stuttgart. Von der Terrasse des Marmorsaals aus wandelt das Publikum durch den Park, wo u.a. Rahmentrommler Murat Co?kun, Tänzer Henry Motra und Mitglieder des SWR-Vokal­ensembles die grüne Kulisse bespielen. Ein Kleinod Stuttgarts wird als paradie­sischer Ort in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Flanierende Parkbesucher finden sich von Musik, Tanz und Schauspiel umgeben. Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der die geladenen Gäste willkommen heißt, betont das Selbstverständnis der Landeshauptstadt, aktiver Partner der Region zu sein: »In der Kultur und im Arbeitsalltag wird die regionale Identität bereits gelebt und ist ein positives Beispiel für das Vernetzungs­potenzial der Stadt mit der Region.«

Paradiesische Vielfalt an Künsten, Spielorten und Kooperationspartnern

Auf die Eröffnung folgt ein Veranstaltungsprogramm in der gesamten Region, das sich durch seinen Reichtum an Veranstaltungskonzepten auszeichnet. »Durch die Zusammenarbeit zahlreicher und ganz unterschiedlicher Akteure werden verschiedene Paradiesvorstellungen aufgegriffen: Einige Formate ermutigen zum aktiven Mitgestalten, andere setzen ihr Publikum in Bewegung, und wieder andere laden zum Zurücklehnen und Genießen ein«, so Werner Spec, Vorstandsvorsitzender der KulturRegion Stuttgart.

Das 40-seitige Programmheft fokussiert mit redaktionellen Beiträgen u.a. von Autor Felix Huby oder dem Stuttgarter Koch Vincent Klink verschiedene Aspekte des Themas »Garten Eden«. Sechs Kapitel zeigen die Bandbreite der Interpretationen und der Veranstaltungen:

Gäste erleben Kunst und Kultur in Privaten Paradiesen, in denen persönliche Paradiesvorstellungen der Besitzer künstlerisch verwirklicht werden. Galerie- und Skulpturengärten ermöglichen den Dialog zwischen bildender Kunst und anderen Genres: So thematisiert das Ensemble »scorbüt« in der Böblinger Villa des Malers Fritz Steisslinger mit Chansons aus den 20ern die Reise des Künstlers 1929 nach Berlin. Auch die Vielgestalt und Kunst der Gartenkonzeption wird im Veranstaltungsprogramm abgebildet: Der Leonberger Pomeranzengarten wird zur Theaterkulisse und die Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd ist mit der Gmünder VHS interaktiv zu entdecken. Das Potenzial des Gartens als Begegnungsort zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Generationen lässt sich bei Veranstaltungen wie »Offenbar, Interreligiöse Kulturtage in Esslingen am Neckar« erkunden. Auch Genüsse im Garten Eden kommen bei Lesungen und Konzerten in Weinbergen oder Streuobstwiesen nicht zu kurz. Die KulturRegion Stuttgart nutzt Neu erschlossene Paradiese, in denen Kulturanbieter und Kulturrezipienten sich begegnen können: »Die mobile Galerie« in Kooperation mit der S-Bahn Stuttgart wird am 26. Juli der Öffentlichkeit präsentiert.

Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling freut sich über das Projektthema: »Die vielen grünen Oasen und Erholungsräume in der hoch verdichteten Wirtschaftsregion Stuttgart sind ein zentraler Standortvorteil. Das Kulturprojekt »Garten Eden« rückt nun verborgene und neu geschaffene Paradiese ins Rampenlicht. Insofern ergänzt es die Aktivitäten des Verbands Region Stuttgart zur Schonung von Freiflächen und zur Aufwertung der Landschaft auf ideale Weise.«

KulturRegion Stuttgart verwirklicht acht persönliche Paradiesvorstellungen

Acht Bürgerinnen und Bürger öffnen ab Juli ihre Privatgärten für eine Veranstaltung, bei der ihre persönliche Vorstellung vom Paradies künstlerisch inszeniert wird. Auf die Ausschreibung der KulturRegion Stuttgart hatten sich 30 Gartenbesitzer gemeldet und ihre Vision vom Paradies dargestellt. Der künstlerische Beirat entschied sich u.a. für eine multimediale Performance in einem Garten der Weißenhofsiedlung und ein nächtliches Percussionkonzert mit Lagerfeuer in einem Möglinger Garten. Eine Installation des Bildhauers und Performancekünstlers Thomas Putze wird sich für einen Cannstatter Obstgarten gewünscht. Diese und fünf weitere Paradiesvisionen werden ab Juli verwirklicht und Freunden, Gästen und interessierten Bürgern in je einer Veranstaltung präsentiert.

Alle Veranstaltungen zu »Garten Eden«, Ticketinformationen und zahlreiche paradiesische Orte in der Region lassen sich auf der neuen Website www.kulturregion-stuttgart.de erkunden.

Hauptsponsor des Themenjahres »Garten Eden« ist die Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg. Das Projekt »Private Paradiese« wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit Mitteln aus dem Innovationsfonds Kunst gefördert. Die KulturRegion Stuttgart finanziert sich aus Zuschüssen des Verband Region Stuttgart und Mitgliedsbeiträgen.