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4.–28.10.2018

Das Produktionskunst-Festival in der Region Stuttgart

Drehmoment 2018

Was passiert, wenn Kunst und Produktion aufeinander treffen? Die Region Stuttgart ist einer der führenden Industriestandorte Europas. Diese Stärke möchte die KulturRegion Stuttgart nutzen und neue Freiräume für die Kultur schaffen. Das Projekt »Drehmoment« öffnet der Kunst den Zugang zu industriellen Ressourcen in der wirtschaftsstarken Region. Nationale und internationale Künstler arbeiten in Industrie- und Handwerksbetrieben und entwickeln dort mithilfe der ungewohnten Möglichkeiten – Maschinen, Fertigungsprozessen, Produkten oder der Belegschaft – neue Kunstwerke.

Bei einem regionsweiten Festival im Oktober 2018 kann diese außergewöhnliche ›Produktionskunst‹ – von Klanginstallationen oder Skulpturen bis hin zu Roboter- und Virtual-Reality-Kunst – entdeckt werden.

Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit schafft »Drehmoment« Raum für gegenseitige Inspiration, Innovation und künstlerische Forschung, indem Künstler die Grenzen technischer Infrastruktur ausloten, Verfahrensmuster aufbrechen und so neue Sichtweisen ermöglichen. Im Fokus der künstlerischen Arbeiten stehen die Veränderungen in der Lebens- und Arbeitswelt, die uns alle in den kommenden Jahren betreffen werden, beispielsweise durch fortschreitende Digitalisierung oder E-Mobilität. Die Region wird so zu einer Plattform für die Entwicklung zukunftsweisender Ansätze und eines kreativen und innovativen Umfelds.

»Drehmoment«

Dreh|mo|ment, das (Physik) Substantiv, Neutrum
(auf einen Drehpunkt, eine Drehachse bezogenes) Maß für das Bestreben eines Körpers, sich zu drehen. Typische Anwendungen finden sich im Automobilbau. Beispiel: Drehmomentschlüssel.

Dreh|mo|ment, der (Umgangssprache) Substantiv, Maskulinum
(auf einen Zeitpunkt bezogenes) Bestreben einer Region, sich zu verändern.

Ein Projekt entsteht: Unterwegs in der Region

Seit April 2017 ist das Team der Geschäftsstelle gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter des Projekts Benjamin Heidersberger unterwegs in der Region: In den Mitgliedskommunen der KulturRegion Stuttgart stellen wir das Projekt vor und besuchen zusammen mit unseren Mitgliedern Firmen und Unternehmen vor Ort, die sich der ›Produktionskunst‹ öffnen möchten.

Das Interesse ist auf allen Seiten groß und wir konnten viele spannende Einblicke in die Produktion und Industrie in der Region Stuttgart gewinnen. Nun entstehen die künstlerischen Ideen und wir freuen uns auf zahlreiche außergewöhnliche, innovative und kreative »Drehmoment«-Projeke!

Der künstlerische Leiter Benjamin Heidersberger

© Joachim Mottl

Der international anerkannte Künstler Benjamin Heidersberger ist an der Schnittstelle von Wirtschaft und Kunst tätig. Daneben beschäftigt er sich mit der Auswirkung interaktiver Medien auf die Gesellschaft und mit algorithmischen Kompositionen.

Benjamin Heidersberger wurde 1957 in Braunschweig geboren. Er ist Gründer und geschäftsführener Gesellschafter der Ponton-Lab GmbH, die als Künstlergruppe u. a. auf der documenta 8 und IX sowie der Ars Electronica unter dem Namen Van Gogh TV interaktive Medien- und TV-Projekte in Europa, USA und Japan realisierte.

»Grundlegende These des einzigartigen Produktionskunst-Festivals ist, dass die Zusammenarbeit von Kunst und Produktion zu einer beidseitigen Inspiration führt, Neues und Unerwartetes für den Menschen sichtbar anregt und somit die künstlerische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region Stuttgart fördert«, so beschreibt Benjamin Heidersberger seinen Antrieb das Projekt federführend zu gestalten. Kunst, Technologie und Gesellschaft sind die zentralen Themen seiner eigene Biografie.

Benjamin Heidersberger lebt und arbeitet in Berlin und Stuttgart.

Partner »Drehmoment«

Projekt in Kooperation mit:

Die KulturRegion Stuttgart finanziert sich aus den Beiträgen ihrer Mitglieder. Besonderer Dank gilt dem Verband Region Stuttgart, der mit seinem Zuschuss die interkommunale Arbeit wesentlich unterstützt.