Logo KulturRegion Stuttgart

Im Pop-up-Friseursalon werden Geschichten aus der Region erzählt.

Die KulturRegion Stuttgart begibt sich 2019 auf die Suche nach unbekannten Geschichten aus der Region. Und wo könnten diese besser erzählt werden als in einem Friseursalon? Von Juni bis Oktober 2019 reist ein mobiler Pop-up-Salon durch die Region Stuttgart und macht an öffentlichen Plätzen in 23 Städten und Gemeinden Halt.

Im gemütlichen Friseur-Ambiente kann man »unter der Haube« Platz nehmen – und sich etwas erzählen lassen: Die Friseurhauben spielen Geschichten von Menschen aus der Region ab. Gesammelt und aufbereitet werden diese Geschichten von den Stuttgarter Autoren Jonas Bolle, Simon Kubat und Christian Müller.

Die Geschichten bewegen sich in den Themen erste Liebe, Paradies oder Arbeit – Bereiche des menschlichen Lebens, in denen sich viele prägende Geschichten ereignen.

Über Geschichten lernen wir unsere Mitmenschen und Nachbarn kennen und erfahren, was sie bewegt und welche Geschichten ihr Leben geprägt haben. Geschichten erzählen etwas über die Menschen einer Region. Der Pop-up-Salon lädt auch dazu ein, vor Ort ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Als offener Treffpunkt stellt er für einige Tage einen Rückzugsort, einen Ort für die Begegnung von Menschen mitten im öffentlichen Leben einer Stadt dar.

Tourplan Pop-up-Salon

Die Autoren

Die Stuttgarter Künstler Jonas Bolle, Christian Müller und Simon Kubat, die auch im »Citizen.KANE.Kollektiv« zusammenarbeiten, sprachen mit Menschen aus der Region Stuttgart und erzählen gemeinsam mit ihnen ihre Geschichten.

Jonas Bolle studierte Sprechkunst und Sprecherziehung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Er ist tätig als Performer, Autor, Sprecher und Musiker und lebt und arbeitet in Stuttgart. Seine Arbeiten bewegen sich am Knotenpunkt gesellschaftlicher Themenkomplexe, persönlichem Erleben und Alltäglichem.

Simon Kubat arbeitet vorwiegend als Sprecher, Darsteller, Moderator und künstlerischer Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen der darstellenden Kunst. Er unterrichtet Sprecherziehung und Stimmbildung und gibt unter anderem Workshops zu Atem, Körperwahrnehmung, Bühnen- und Textarbeit.

Christian Müller ist freier Regisseur und lebt in Stuttgart. Neben Arbeiten für diverse Stadttheater verwirklicht er vor allem freie Theaterprojekte. Stücke und Performances entwickelt er gleichermaßen für Erwachsene und junges Publikum. Gelegentlich arbeitet er auch als Autor, Dozent, Radiomoderator oder spielt Gitarre. Sein Interesse gilt Gegenwartsthemen und ihrer Übertragung in aktuelle theatrale Formen.

Geschichten auf der Schiene: Der Pop-up-Waggon in der S-Bahn Stuttgart

Geschichten in der S-Bahn am 27. Juli 2019

Die Geschichten der Menschen aus der Region werden nicht nur im Pop-up-Salon erzählt, sondern reisen am 27. Juli 2019 noch auf anderen Wegen durch die Region: auf den Schienen der S-Bahn Stuttgart! Das Sprecherensemble der Akademie für gesprochenes Wort lässt einen Sonderzug der S-Bahn mit einer ganz besonderen Performance zum Geschichten-Waggon werden. Fahren Sie mit, tauchen Sie in die Geschichten ein und lernen Sie Ihre Mitmenschen (und Mitfahrer*innen) kennen! Der Sonderzug fährt von Stuttgart Hbf nach Backnang und zurück.

© Gottfried Stoppel

Die Geschichten unter der Haube

Jonas Bolle, Simon Kubat und Christian Müller reisten viele Stunden durch die Region Stuttgart und führten Gespräche mit hier lebenden Menschen. Lesen Sie hier einige der von ihnen gesammelten Geschichten. Alle 30 Geschichten können Sie im Pop-up-Salon hören.

Linsen mit Spätzle

Meine Mutter war bereits 44, als ich zur Welt kam. Der Arzt meinte eigentlich schon, das könnte nicht mehr gehen, und dann war ich auch noch ...

Treffpunkt der Möglichkeiten

Wenn ich heute mit meiner Enkelin manchmal im Café sitze, kommen alte Kunden vorbei, die sagen: »Es ist so schade, dass es die ...

Das Erschrecken, das der Liebe innewohnt

Wenn man richtig leidet an seiner Liebe. Wenn man sich selbst nichts Gutes tut. Wenn es schlecht für mich ist, aber ich nicht davon ...

Muss-Zustand

Es gibt einen schönen Spruch im Lateinischen: ubi bene, ibi patria. »Wo es mir gut geht, ist meine Heimat«, damit identifiziere ich mich. Ich ...

Nichts erzwingen, es muss sich begeben

»Ich glaube an die Sonne, auch wenn ich sie nicht sehe. Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht fühle. Ich glaube an Gott, auch wenn ...

Diagnose: »Süddeutschland wäre optimal«

Wir haben immer noch Kontakt. Das ist immer nett, auch die können sich alle noch erinnern, wie das war, als ich nach Deutschland ...

Elef (31), Luca (31) und Gamze (15)

Elef: Ich lebe gern in Fellbach. Du hast hier alles um dich rum, was du brauchst: öffentliche Verkehrsmittel, du ...

Unsere Schule heißt »Christophine«

Ich habe eine Schule gegründet. Eigentlich wollte ich nie Schulleiter werden. Das ist aus einer Lust heraus entstanden. Ich wollte ...

Die eigene Handschrift

In meinen Kursen höre ich immer wieder: »Es beruhigt mich so sehr.« »Es entspannt mich.« Klar, am Anfang ist es anstrengend, aber ...

Der Liegestuhl im Garten. Und ich auf dem Liegestuhl.

Wenn ich auf dem Bauernhof einkaufen gehe und dort Gemüse kaufe, da gibt es einen Teich mit Enten ...

Bis die Kunden mir vertrauen

Ich habe schon immer längerfristig gedacht und selbständig meinen eigenen Weg eingeschlagen. Eigentlich habe ich ...

Damals war das die beste Disko im Ort

Damals war das die beste Disko im Ort, jetzt ist es mit der alten Technik wie ein Museum. Sonntags war hier immer Tanzparty. Da ...

Er Tuba, ich Saxophon

Ich mache seit über 30 Jahren Übersetzungen für verschiedene deutsche und französische Vereine. Ich bin eine Verbindungsstelle ...

Ich hab nie darüber nachgedacht hier weg zu gehen

Überall ist gut Brot essen, wenn’s Brot gibt. Heimat war das hier immer. Ich bin 1944 geboren. Ich war 12 Tage alt, als hier der Luftangriff war ...

Über die Kunst ins Gespräch zu kommen

Die Autoren Jonas Bolle, Simon Kubat und Christian Müller im Gespräch mit Friseur Heinz Klinger

Ihre Geschichten

Wir freuen uns, wenn auch Sie uns Ihre Geschichte erzählen! Wenn Sie möchten, wird diese hier veröffentlicht.

Wir danken unseren Partnern und Förderern

Die KulturRegion Stuttgart finanziert sich aus den Beiträgen ihrer Mitglieder. Besonderer Dank gilt dem Verband Region Stuttgart, der mit seinem Zuschuss die interkommunale Arbeit wesentlich unterstützt.