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Der Liegestuhl im Garten. Und ich auf dem Liegestuhl.

Wenn ich auf dem Bauernhof einkaufen gehe und dort Gemüse kaufe, da gibt es einen Teich mit Enten. Das ist mein kleines Paradies.

Ich habe vor 19 Jahren eine Theaterwerkstatt gegründet und seitdem haben wir circa 30 Stücke gemacht. Wir haben letztes Jahr ein Theaterstück zum Thema »Paradies« entwickelt.

Was ist mein Paradies? Muss ich irgendwohin fahren? Wie kann ich es finden?

Wir versuchen moderne Formen zu finden, um über Lebensinhalte nachzudenken. Wie kann ich die Dinge sehen und meine Perspektive auch wechseln? Vereinzelt bleiben natürlich auch Fragezeichen stehen.

Im Stück beginnen wir mit einer leeren Bühne und relativ zügig bauen wir unser Paradies darin auf, aber man merkt auch: Für das Paradies braucht man vielleicht gar nicht so viele Dinge. Es sind oft die kleinen Dinge im Leben.

Ich habe die Leitung in der Gruppe und spiele auch mit. Der Grund die Gruppe zu gründen war damals, dass es so etwas hier einfach noch nicht gab. Wenn es das gegeben hätte, hätte ich da mitgemacht, aber es gab einfach nichts.

Ich bin Theaterpädagogin. Und in diesem Rahmen habe ich auch eine Kirchenpädagogik-Ausbildung gemacht. Ich führe Besucher durch Kirchen und versuche das auch auf spielerische, vielseitige Weise zu tun.

Zunächst hatte ich nach der Schule eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin absolviert und auch in dem Beruf gearbeitet. Und dann geheiratet. Und dann ein Kind bekommen. In der Mutter-Kind-Gruppe habe ich etwas gesucht, wo man mit einem Kleinkind hingehen kann. Die Bäckerin hat gesagt: »Da geht man zum Matthäus.«

Das hat mir gefallen dort. Die Pfarrer waren aufgeschlossen und sympathisch. Kurzzeitig habe ich auch mal eine Pfarramtssekretärin vertreten. Da merkt man dann auch, dass es da doch ganz schön viel zu tun gibt, die ganze Zeit.

Meinetwegen muss man nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen. Für mich ist es eher ein Anliegen, dass wir ein modernes Bild vermitteln.

Ich habe darin eine Möglichkeit gefunden, mich einzubringen und etwas zu bewegen. Manchmal funktioniert das besser und leichter und manchmal ist es schwieriger. Aber ich habe immer wieder neue Ideen und Möglichkeiten, mich einzubringen. Und neue Aufgaben. Und Herausforderungen.

Was sind meine Wünsche?
Wohin soll es gehen?
Mein Paradies?