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Wie wollen wir in Zukunft leben? Im Angesicht von Klimawandel und technologischer Transformation fragt die KulturRegion Stuttgart nach der Identität und den Werten der Region. Entlang eines Dreiecks von Arbeit, Natur und Technologie werden Werte aus Geschichte und Gegenwart neu verhandelt, für ein Morgen nach den kommenden Krisen. Welche Werte sollen in die Zukunft mitgenommen werden?

Als Ansatzpunkt dient der hohe Stellenwert der Erwerbsarbeit in der Region Stuttgart. Arbeit produziert neben materiellen Gütern auch soziale Werte. Ausgehend von der Frage nach den Auswirkungen der beiden großen globalen Transformationen unserer Zeit – Natur (Klimawandel, Anthropozän) und Technologie (KI, Automatisierung) – auf die Erwerbsarbeit, möchte die KulturRegion Stuttgart herausfinden, welche Werte die Region Stuttgart künftig für sich behauptet, sowohl im materiellen als auch im kulturellen und sozialen Bereich.

 

Künstler:innen und Denker:innen aus verschiedenen Sparten widmen sich mit den Mitteln des künstlerischen Forschens der Krise von Natur, Arbeit und Technologie. In den rund 25 teilnehmenden Mitgliedskommunen entwickeln sie neue Formate und zeigen bestehende Kunstprojekte, die das Dreieck neu denken und anhand der regionalen Spezifika verhandeln. Die Einbindung von lokalen Kunst- und Wissenschaftsinstitutionen, Sport- und Kulturvereinen, aber auch Wirtschaftsunternehmen und Glaubensgemeinschaften spielt dabei eine wichtige Rolle. Kunst wird zum Experimentierfeld für alle.

Bei einem regionsweiten Festival machen interdisziplinäre Formate die regionalen Werte der Zukunft erfahrbar und laden das Publikum dazu ein, sich in den Diskurs um eine lebenswerte Welt einzubringen. Die Bandbreite reicht von Ausstellungen, Installationen und Konzerten bis hin zu partizipativen Arbeiten und öffentlichen Diskursformaten.

neueprobleme.fm

neueprobleme.fm ist ein Radio, das sich der Darstellung von Widersprüchen im Dreieck von Arbeit, Natur und Technologie widmet. neueprobleme.fm ist eine Neugründung im Rahmen von ÜBER:MORGEN, kuratiert von Julian Warner.

neueprobleme.fm ist weder reine Wissenschaft, Kunst oder Politik – sondern künstlerische Forschung. neueprobleme.fm ist Sound, ist gesprochenes Wort, ist Haltung, ist Frage, ist Labor.

neueprobleme.fm beginnt mit »Die Neue Arbeit«, als Album. Ganz genau: als Konzeptalbum. »Die Neue Arbeit« stellt Fragen: Warum arbeiten wir? Was sollen wir arbeiten? Was macht die Digitalisierung mit unserer Arbeit? Was ist zukünftig überhaupt noch Arbeit? Digitale Arbeit, handwerkliche Arbeit, Industrie 4.0, Ausbeutung, lebenslanges Lernen – macht Arbeit glücklich?

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

Der künstlerische Leiter Julian Warner

© Tobias Zangl

Julian Warner, geboren 1985, arbeitet als Kulturanthropologe transdisziplinär in den Bereichen Kuration, Musik, Performance-Kunst und Wissenschaft. Die Schwerpunkte seiner akademischen Laufbahn Black European Studies und Rassismus- und Popkulturforschung brachte er bereits in diversen Theateraufführungen, Festivals sowie in künstlerischen Konferenzen zum Ausdruck. Unter dem Alias Fehler Kuti veröffentlicht er Musikalben an der Schwelle von Pop, Kunst und Politik.

Die starke Verwurzelung von Technologie und Arbeit in der Region reizt Warner besonders an dem Projekt: »Ich freue mich darauf, ein Festival zu konzipieren, das sich mit den Mitteln des künstlerischen Forschens der Krise von Natur, Mensch und Technologie widmet. Denn für mich passt das künstlerische Forschen hervorragend in die Region, da es der Ingenieurskunst ähnelt. Für beides verlässt man den Elfenbeinturm der Ideen und Konzepte, um durch Probieren Neues erfahrbar zu machen.«