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Böblingen

Mai Gogishvili, Eberhard Seidel: »Bö-Dö-So«

Ob er nun wirklich schöner macht oder nicht – eines ist sicher: Der Döner gehört zu Deutschland, er gehört zu Baden-Württemberg und zu Böblingen.

Niemand weiß das besser als der Soziologe Eberhard Seidel. Mit seinem im März-Verlag erschienen Buch »Döner. Eine türkisch-deutsche Erfolgsgeschichte« wirft er einen genauen Blick auf die Kulturgeschichte des Döners und spannt dabei den Bogen vom Osmanischen Reich bis in die Grillbuden der Gegenwart. Alles, was man über die mit Kalbsrückenstreifen gefüllte Brottasche wissen kann, versammelt er auf unterhaltsame Weise in einem Band.

Als Imbiss mit unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis war der Döner lange ein Essen der Ärmeren. Mittlerweile ist das Street Food sogar auf Speisekarten von Luxusrestaurants angekommen. Wie wird die Geschichte des Döners weitergehen? Und wie sieht der Döner von Morgen aus?

Mit einer Portion Humor widmet sich nun das Fleischermuseum Böblingen dem Drehspieß und seiner Zukunft.

Am Sonntag, 9. Oktober um 13 Uhr lädt das Museum zum »Bö-Dö-So«, dem ersten Böblinger-Döner-Sonntag, ein. Zu diesem Anlass hat die Künstlerin Mai Gogishvili im Museum eine raumgreifende Installation eingerichtet, die dem Döner Kebap als Mittel der Völkerverständigung huldigt.

Inmitten dieser fantastischen Future-Döner-Bude erwartet am »Bö-Dö-So« Eberhard Seidel das Publikum. Er liest aus seinem Buch und steht Rede und Antwort. Selbstverständlich muss die Zuhörerschaft nicht hungrig bleiben, die Verkostung der Anwesenden mit ausreichend Döner und Ayran ist gewährleistet.

Wer an dem Tag nicht dabei sein kann, muss nicht ganz verzichten. Die Installation bleibt weiterhin erhalten. Die Lesung wird aufgezeichnet, es gibt sie im Anschluss online zum Nachhören. Außerdem bietet das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart ein Begleitprogramm an.

Gesprächsführung: Merve Kayikçi (SWR)

Rahmenprogramm

Di, 11.10.22, 19:00 Uhr
»Das neue Alphabet der Region«
AI Xpress, Röhrer Weg 8
»Zukunft der Arbeit«

Die Kunstschaffenden

Eberhard Seidel, 1955 in Sommerhausen geboren, studierte Soziologie und lebt in Berlin. Nach langjähriger Arbeit als Journalist und Redakteur ist er heute freier Autor von Büchern über Migration, Islamismus und Rechtsextremismus. Seit 2002 ist er Geschäftsführer der Initiative »Schule ohne Rassismus«.

Mai Gogishvili ist in Tbilisi, Georgien, geboren. Seit über 20 Jahren lebt sie in Deutschland. Als freiberufliche Bühnen- und Kostümbildnerin arbeitet sie seit 2010 für unterschiedliche Theater. Inhaltlich beschäftigt sie sich vor allem mit sozialen Fragestellungen.

© Philip Frowein
Ort

Deutsches Fleischermuseum

Adresse

Marktplatz 27
71032 Böblingen

Laufzeit

ab 9.10.22

Öffnungszeiten

Mi–Fr 15–18 Uhr | Sa 13–18 Uhr | So, Feiertage 11–17 Uhr