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Fokustag
Ludwigsburg
5.10.2020
© Anastasiia Fateeva

Ludwigsburg

Rimini Protokoll
»Remote Ludwigsburg«

Für Ludwigsburg hat die Künstlergruppe Rimini-Protokoll eine Neuauflage ihrer partizipativen Performance »Remote X« entwickelt. In »Remote Ludwigsburg« macht sich eine mit Kopfhörern ausgestattete Gruppe gemeinsam auf zu einem ungewöhnlichen Rundgang durch die Stadt. Eine künstliche Stimme, wie man sie von Navigationssystemen kennt, leitet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Mit jedem Schritt wird die Computerstimme vertrauter. Doch wer spricht da und wem folgen wir, wenn wir uns von ihr leiten lassen? Wie beeinflusst die künstliche Intelligenz die Wahrnehmung des Stadtraums? Und wie wirkt sich die Fernsteuerung auf das Verhalten der Gruppe aus? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beobachten sich gegenseitig, treffen individuelle Entscheidungen und sind doch immer Teil der Gruppe.

»Remote X« stellt die Frage nach Künstlicher Intelligenz, Big Data und dem Verhältnis von Fremd- und Selbstbestimmung. Das Projekt bewegt sich als mobiles Forschungslabor seit 2013 durch mehr als 40 Städte weltweit. Dabei baut jede neue ortsspezifische Version auf der Dramaturgie der Vor-Stadt auf und entwickelt das Stück so immer weiter. In Ludwigsburg führt die Route entlang verschiedener innerstädtischer Rückzugs- und Beobachtungsorte – inspiriert durch Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger. Durch den Fokus auf innerstädtische Rückzugs- und Beobachtungsorte werden die ansonsten eher abstrakten Themen (Selbst-)Überwachung, Künstliche Intelligenz, Big Data und die damit verbundene Frage nach Rückzugsmöglichkeiten konkret erlebbar gemacht.

Nicht nur die Grenzen zwischen öffentlich und privat, sondern auch die zwischen Kunst und Realität lösen sich dabei ein Stück weit auf.

In Kooperation mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (ADK) und gefördert durch die Wüstenrot Stiftung.

Konzept & Skript / Regie: Stefan Kaegi
Recherche: Jörg Karrenbauer
Co-Regie & Realisation Ludwigsburg: Anton Rose
Sound Design: Nikolas Neecke 
Sound Design Ludwigsburg: Nikolas Neecke, Karolin Killig
Dramaturgie: Aljoscha Begrich
Produktionsleitung: Epona Hamdan

»Remote X« ist eine Produktion von Rimini Apparat in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Maria Matos Teatro Municipal und dem Goethe-Institut Portugal, Festival Theaterformen Hannover/Braunschweig, Festival d’Avignon, Zürcher Theater Spektakel, und der Kaserne Basel.

Die Produktion wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. »Remote X« entsteht in Koproduktion mit House on Fire und mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union.

In Kooperation mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (ADK) und gefördert durch die Wüstenrot Stiftung.

Die Künstler

Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel haben im Jahr 2000 die Gruppe »Rimini Protokoll« gegründet. Mit ihren Bühnenstücken, Interventionen, szenischen Installationen und Hörspielen erweitern sie die Mittel des Theaters, um neue Perspektiven auf die Wirklichkeit zu schaffen. Dabei übersetzen sie gerne Räume oder soziale Ordnungen in theatrale Formate. Viele ihrer Arbeiten zeichnen sich durch Interaktivität und einen spielerischen Umgang mit Technik aus.

Website der Künstler
© David von Becker
Adresse

Rückzugs- und Beobachtungsorte im Stadtraum

Termine

Alle Termine sowie den Startpunkt des Audiowalks finden Sie in Kürze hier.

Programm Fokustag 5.10.

Remote, Observe, Retreat
Ein Gespräch über die Kunst des Rückzugs und den öffentlichen Raum
im Anschluss an den Audiowalk  »Remote Ludwigsburg«
mit: Marc Gegenfurtner, Gottfried Hattinger, Elisabeth Schweeger, N.N.

ADK
20:00 Uhr