Key Visual Zukunft:Kultur
Abstrakte Grafik mit überlappenden Formen in Blau, Grün, Gelb, Weiß und Schwarz. In der oberen rechten Ecke steht das Logo der KulturRegion Stuttgart mit weißem Sternsymbol und Schriftzug. Ein geschwungener schwarzer Balken verläuft im unteren Bereich.

Podiumsgespräch: Zwischen Haltung und Gegenwind

Internationale Entwicklungen, erstarkende rechtspopulistische Kräfte und zunehmend verhärtete gesellschaftliche Debatten prägen derzeit auch das politische Klima in Deutschland. Diese Veränderungen verlaufen häufig schleichend und setzen eine offene, pluralistische Gesellschaft an verschiedenen Stellen unter Druck. Besonders betroffen sind Orte, an denen gesellschaftliche Vielfalt, kritische Perspektiven und öffentliche Auseinandersetzung sichtbar werden: Kunst- und Kulturinstitutionen.

Im Rahmen des kulturpolitischen Diskursformats »Zukunft:Kultur« lädt die KulturRegion Stuttgart zu einer gemeinsamen Standortbestimmung ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich politische und gesellschaftliche Verschiebungen aktuell auf die Arbeit von Kunst- und Kulturinstitutionen auswirken.

Diskutiert wird unter anderem, wo sich diese Veränderungen im Kulturbereich bereits zeigen, welche Spannungsfelder sich daraus für große Institutionen und die freie Szene ergeben und wie Kulturbetriebe mit zunehmendem politischen und gesellschaftlichen Druck umgehen. Gleichzeitig geht es um die Frage, welche Handlungsspielräume sich für Kunst und Kultur eröffnen, um eine offene, demokratische Öffentlichkeit weiterhin mitzugestalten.

Die Veranstaltung versteht sich als Einladung zum Austausch über die Rolle von Kunst und Kultur in einer sich verändernden politischen Landschaft und richtet sich an alle, die sich für Kulturpolitik, künstlerische Praxis und gesellschaftliche Entwicklungen interessieren. Im Anschluss klingt der Abend mit einem musikalischen Beitrag von Kim Hoss aus.

 

Wann

Mittwoch, 25. März

Programm

18:00 Uhr Einlass
18:30 Uhr Gespräch
19:45 Uhr Konzert mit Kim Hoss und Ausklang 

Wo

Juni Essentials, Schulstraße 7, 70173 Stuttgart

Anreise

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: 
Bis Haltestelle Stadtmitte oder Haltestelle Rathaus , von dort aus jeweils ca. 7 Minuten Fußweg

Barrierefreiheit

Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht zugänglich.

Eintritt

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten!

Beitragende

Geschäftsführung
Landesverband der Freien Theater in Sachsen e.V.
 

Josephine Bock

studierte Theaterwissenschaft und arbeitete anschließend in Leipzig als freie Dramaturgin und Produktionsleiterin. Mit dem Aufbau der Geschäftsstelle des Landesverbands Freie Theater in Sachsen e.V. (LFTS) in Dresden übernahm sie zugleich dessen Geschäftsführung. Dort verbindet sie Projektentwicklung, Vernetzung und kulturpolitische Interessenvertretung für die Freien Darstellenden Künste in Sachsen. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Fragen von Diversität, gesellschaftlichem Zusammenhalt und dem Umgang mit politischen Herausforderungen im Kulturbereich – Themen, die unter anderem im Projekt »Vielfältiger Osten« sowie im Toolkit »Gestalten & Standhalten« bearbeitet wurden und den Verband auch weiterhin beschäftigen.

Direktorin Künstlerische Produktion und Stv. Intendantin
Staatsoper Stuttgart
 

Simone Theilacker-Wolter

studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Sozialpsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und absolvierte zusätzlich eine Weiterbildung in Kulturmanagement an der Hochschule für Musik und Theater München. Von 2008 bis 2011 war sie zunächst als persönliche Assistentin des Geschäftsführenden Direktors an der Bayerischen Staatsoper in München tätig, von 2011 bis 2013 leitete sie dort das Chorbüro. Anschließend setzte sie ihren beruflichen Werdegang für drei Spielzeiten als Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros des Theaters St. Gallen fort. Von der Spielzeit 2016/17 an war Simone Theilacker-Wolter zwei Jahre als Orchestermanagerin beim Jewish Chamber Orchestra Munich (ehem. Orchester Jakobsplatz München) tätig. In der Saison 2018/19 übernahm sie die Position der Direktorin Künstlerische Produktion an der Staatsoper Stuttgart und ist zudem seit März 2021 Stellvertreterin des Intendanten in administrativen Belangen.
 

Moderation
 

Jennifer Reaves

ist leidenschaftliche Networkerin, Feministin und Gründerin des BitchFest – Festival, Community & Content for badass women and their girls.

Mit über 25 Jahren Erfahrung als Mehrfach-Gründerin, Geschäftsführerin und Senior Projektleiterin in der internationalen Veranstaltungsbranche entwickelte sie eine tiefe Leidenschaft für Live-Kommunikation. Ihr Fokus liegt darauf, Menschen zusammenzubringen, inspirierende Erlebnisse zu schaffen und Plattformen für nachhaltigen Austausch aufzubauen.

Die Herausforderungen der Pandemie unterbrachen diesen erfolgreichen Weg abrupt. Mut, Zuversicht und Selbstbewusstsein gerieten ins Wanken, und eine Phase der Neuorientierung begann. Nach einem langen Prozess persönlichen Wachstums kehrte sie gestärkt zurück und gründete im Februar 2024 das BitchFest.

Das BitchFest ist ihr Herzensprojekt für Female Empowerment und die Stärkung von Frauen in allen Lebensbereichen – eine Plattform für Frauen aller Hintergründe, um sich auszutauschen, zu feiern und sich gegenseitig zu inspirieren.

Ihr Ziel ist es, als »Chief Bitch des Landes« Frauen zu ermutigen, ihre Stimme zu finden, ihre Träume zu verfolgen und ihre eigene »Bitch-Stärke« zu entdecken.

Musikalischer Beitrag
 

Kim Hoss

ist Künstlerin, Aktivistin und eine Stimme für gesellschaftliche Themen. Sie wird laut, wenn es unbequem wird, und sensibel, wenn es um das Menschsein dahinter geht. Mit Humor, Authentizität und Leichtigkeit spricht sie über Sexualität, Schönheitsideale und Machtstrukturen – bewusst dort, wo andere schweigen.

Hoss arbeitet multidisziplinär: Sie singt, fotografiert, schreibt, illustriert, moderiert und produziert Podcasts. Gefühle sind ein zentrales Element ihrer Arbeit – als künstlerische Kraft und als Einladung zu mehr Selbstwahrnehmung und Verbindung.

In ihrem Podcast »Herz & Sack« spricht sie seit 2020 gemeinsam mit Berit über das Sein als Frau. Mit The Sirens Collective e.V. engagiert sie sich seit 2023 gegen patriarchale Gewalt und schafft Räume, in denen Expertinnen und Überlebende zu Wort kommen.

Als Musikerin erzählt Kim Hoss in emotionalen Songs von Schönheitsdruck und gesellschaftlichen Erwartungen. Ihr Debütalbum »Schöne Gefühle« zeigt: Fühlen, Weinen, Lachen und Scheitern gehören zum Menschsein. Ihre Arbeit verbindet Humor, Kampfgeist, Authentizität und Wärme – und vor allem eins: Gefühl.