KulturRegionale 2026
19.9.-10.10.

Altes Wählscheibentelefon mit bunter Sprühfarbe und gelben Kabeln auf bemaltem Untergrund.
Altes Wählscheibentelefon mit bunter Sprühfarbe und gelben Kabeln auf bemaltem Untergrund.

Minigolfbahn Bad Ditzenbach

Tourismus- und Kulturbüro Bad Ditzenbach

Goißatäle – Play the Past. Feel the Future.

Unten im Archiv des Haus des Gastes, in der uralten Kurgemeinde Bad Ditzenbach, lagern noch Postkarten und »Kurblättle« aus längst vergangenen Zeiten. Nun gibt es endlich einen Grund, die vergilbten Bilder langberockter Frauen – die einst mit Karaffen im Arm durch den Kurpark flanierten – zu entstauben und an die Öffentlichkeit zu bringen: Als Collage werden sie zur Basis für eine Minigolfbahn. 

Damit das bespielbare Werk am Ende nicht zu altbacken daherkommt, sorgt der lokale Graffiti-Künstler maske01 für neonfarbene Highlights. Das Grundgerüst der Bahn wird gebaut. Und dann gibt es da noch jemanden, der eine »Goiß« möchte.

Doch bevor Neues entsteht, wird erst einmal geschaut, was schon da ist. Holzbau Fuchs aus Bad Ditzenbachs Teilort Gosbach öffnet dafür seine Restholz- und Brennholzkiste: Leisten, Platten und andere Holzstücke, die andernfalls keine Verwendung mehr gefunden hätten, werden zum Baumaterial für die Bahn. Auch bei den übrigen Materialien wird gemeinsam mit dem Bauhof und örtlichen Handwerkern nach Reststücken gesucht. So bekommt vermeintlicher Abfall eine neue Aufgabe – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.

Und natürlich ist nichts auf dieser Bahn dem Zufall überlassen: Die Brücke stellt die dritthöchste Eisenbahnbrücke in Deutschland dar, die Filstalbrücke. Sie liegt zwischen der Gemeinde Mühlhausen im Täle sowie der Stadt Wiesensteig und ist Teil der Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm.

Die Ziege »Goiß« wiederum steht für das Obere Filstal und seine Geschichte. Schließlich wird das Obere Filstal im Volksmund auch »Goißatäle« genannt. Vergangenheit, Heimat und Zukunft finden so auf einer einzigen Minigolfbahn zusammen.

Gebaut wurde die Bahn von Florian Stehle aus Gosbach. Für die Aufbereitung war Lena Horlacher, Tourismusbüro Bad Ditzenbach, verantwortlich. Die Graffiti-Kunst stammt von Raphael Danne, auch bekannt als »maske01«.

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