Key Visual der Veranstaltung mit Veranstaltungstitel und -daten auf gelbem Hintergrund. Der Titel wird von einem großen, weißen Davidstern und zwei Sprechblasen umrahmt.
Key Visual der Veranstaltung mit Veranstaltungstitel auf gelbem Hintergrund. Der Titel wird von einem großen, weißen Davidstern und zwei Sprechblasen umrahmt.

Jüdischer Einfluss auf die Kultur gegen alle Widerstände

Eine Podiumsdiskussion im Rahmen der ABOUT POP Convention

Die Pop-Kultur wird seit jeher von jüdischen Persönlichkeiten geprägt – in Musik, Mode, Film und Literatur. Aber wie sieht das konkret in Deutschland und in unserer Zeit aus? Wer mischt sich ein? Wer macht mit und warum? Welche Perspektiven werden eingenommen?

Die Podiumsdiskussion mit Autorin Mirna Funk, DJ und Musiker Yuriy Gurzhy und Chanson-Sängerin Vivian Kanner wirft einen spannenden Blick darauf, wie jüdische Sichtweisen den Diskurs in der deutschen Popkultur mitbestimmen oder sogar verschieben. Durch ihre Erfahrungen, Identitäten und historischen Hintergründe bringen Juden und Jüdinnen oft einzigartige Einsichten und Reflexionen in den kulturellen Dialog ein. 

Ihre Beiträge können dabei helfen, bestehende Narrative zu hinterfragen, Stereotypen zu dekonstruieren und neue Horizonte für künstlerische Ausdrucksformen zu erschließen.

Insgesamt verspricht die Podiumsdiskussion eine aufschlussreiche Auseinandersetzung mit der Rolle von Juden und Jüdinnen in der deutschen Popkultur und lädt dazu ein, neue Einblicke und Inspirationen zu gewinnen.

Wann

Freitag 17. Mai 2024
16:15 Uhr

Wo

Foyer des Impact Hub
Wizemann Areal
Quellenstraße 7a
70376 Stuttgart

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Beitragende

Autorin

Mirna Funk

wurde 1981 in Ost-Berlin geboren und lebt zwischen Berlin und Tel Aviv. Sie studierte Philosophie an der Humboldt Universität und arbeitet als Essayistin und Autorin, unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Seit 2020 hat sie eine monatliche Sex-Kolumne in der Cosmopolitan und von 2018-2021 schrieb sie auf Vogue-Online über jüdisches Leben heute.

In ihren literarischen Werken, essayistischen und journalistischen Arbeiten sowie kuratorischen Projekten geht Mirna Funk den Fragen nach der Präsenz jüdischer Kultur in Deutschland heute und einer gegenwartsorientierten Erinnerungskultur nach. 

2015 debütierte sie mit ihrem Roman »Winternähe« im S. Fischer-Verlag. Er wurde mit dem Uwe-Johnson-Preis ausgezeichnet und war für den Aspekte-Preis nominiert. Im Februar 2021 veröffentlichte sie ihren zweiten Roman »Zwischen Du und Ich« bei dtv. Ihr erstes Sachbuch: »Who cares! Von der Freiheit, Frau zu sein« landete im Mai 2022 direkt auf der Spiegel-Bestsellerliste. Am 07. Februar 2024 erschien ihr zweites Sachbuch »Von Juden Lernen«. 

Chanson-Sängerin

Vivian Kanner

ist gebürtige Münchnerin und gab 1994 ihr Debut als Schauspielerin. Neben Tätigkeiten bei Theater, Film, Fernsehen und Radio singt sie in mehreren Bands und interpretiert jiddische Lieder, ohne jedoch die üblichen Klischees zu bedienen. Ihr Soloprojekt »Lebenslieder«  - seit 2019 auf CD erhältlich - umfasst jiddische und deutsche Lieder jüdischer Komponisten der 20er und 30er Jahre.

Die Sehnsucht, andere Menschen in dieser beschleunigten Zeit zum Verweilen einzuladen ist der Antrieb für alle Projekte von Vivian Kanner. Durch Spiel und Stimme - mal heiter, mal melancholisch - möchte sie die Gefühlswelt ihrer Zuschauer berühren.

»Vivian Kanner kann man eigentlich nicht wirklich beschreiben. Man muß sie erlebt haben, diese blitzgescheite, kleine Frau mit großem Herzen und wachem Verstand, mit Witz, Charme und einem unbeschreiblichen Charisma, um zu verstehen, warum sie eine ganz Große unter Deutschlands Diseusen ist.« Münchener Merkur


DJ und Musiker

Yuriy Gurzhy

ist gebürtiger Ukrainer und kam im Alter von 20 Jahren nach Berlin. Zusammen mit Wladimir Kaminer initiierte er die legendäre Partyreihe »Russendisko«, tourte mit seinen Bands »RotFront« und »The Disorientalists« um die Welt, nahm Alben mit Teenagern aus dem Donbass auf, vertonte die Texte des ukrainischen Philosophen Hryhoril Skoworoda, komponierte für Theater und Film, schrieb ein Buch über seine Suche nach dem jüdischen Sound Deutschlands.

Moderatorin

Anna Lampert

arbeitet seit vielen Jahren in Kunst- und Fortbildungsprojekten. PowerSharing und diversitätsbewusste Organisationsentwicklung sind ihre Schwerpunkte. Sie ist New Work-Prozessbegleiterin, Diversity-Managerin und Anti-Bias-Trainerin. Ihre Erfahrungen und Know-how verbindet sie, um Menschen zu ermächtigen, ihre eigenen Visionen von Kunst und Kultur gleichberechtigt mit Vielen zu realisieren. Die Motivation der Selbst-Wirksamkeit treibt sie voran, Liebe und Respekt sind ihre Grundhaltung. Sie ist Teil des Schmetterlings-Kollektivs (www.schmetterlings.haus), dort ist das Publikum der Kurator.