Zwischen Seoul und Schwabenland
hinter den Kulissen bei atelier JAK
Für diese Folge von »kunstundquer« besuchen wir das Künstlerduo atelierJAK in Leonberg. Im Atelier sprechen wir mit Bildhauer Andreas Geisselhardt über das Langzeitprojekt Soul Blindness, visuelle Agnosie, künstliche Intelligenz und die Frage, wie Wahrnehmung entsteht.
Gemeinsam mit seinem koreanischen Künstlerpartner Jangyoung Jung entwickelt Geisselhardt seit vielen Jahren Arbeiten zwischen Skulptur, Film, Installation und Zeichnung. Ihre Kunst bewegt sich bewusst im Unbestimmten: zwischen Deutschland und Korea, analogem Handwerk und digitalen Technologien, künstlerischer Intuition und wissenschaftlicher Forschung.
Zu Gast in dieser Folge sind
Jangyoung Jung und Andreas Geisselhardt
studierten freie Kunst u.a. an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Seit 2006 arbeiten sie zusammen, seit 2012 als atelierJAK.
Die Arbeiten von Jangyoung Jung und Andreas Geisselhardt entstehen in der Konstellation als Gruppe, der gegenseitigen Auseinandersetzung und zwischenmenschlichen wie kulturellen Ambivalenz. Sie untersuchen die Bedingungen von Wahrnehmung an der Schnittstelle von Bild, Material und Raum. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Sehen und Erkennen voneinander lösen lassen. Die Arbeiten erzeugen Situationen, in denen Wahrnehmung instabil wird und Bedeutung nicht unmittelbar gegeben ist, sondern sich erst im Prozess des Betrachtens konstituiert.