Spurensuche
Mit Andreas Mayer-Brennenstuhl durch Nürtingen
Warum muss Kunst manchmal stören? Wie können künstlerische Interventionen öffentliche Räume verändern? Und welche Rolle spielen gesellschaftliche Utopien, wenn politische und kulturelle Freiräume zunehmend unter Druck geraten?
In dieser Folge von »kunstundquer« besuchen wir den Künstler, Kunsttherapeuten und Kunstaktivisten Andreas Mayer-Brennenstuhl in Nürtingen. Seit rund fünf Jahrzehnten bewegt er sich an der Schnittstelle von bildender Kunst, politischem Aktivismus und gesellschaftlichem Engagement.
Gemeinsam mit Moderator Jonathan Springer führt er uns durch eine Stadt, deren Kulturleben er über Jahrzehnte mitgeprägt hat. Vorbei an ungewöhnlichen Kunstwerken und selbst erkämpften Freiräumen erzählt er von künstlerischen Interventionen, Auseinandersetzungen mit der Stadtverwaltung und der Gründung des soziokulturellen Zentrums Provisorium. Dabei wird deutlich, wie eng seine künstlerische Praxis mit seinem gesellschaftlichen Engagement verwoben ist.
Doch welche Handlungsspielräume eröffnet Kunst in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung? Mit seinem »noch nicht Institut« knüpft Mayer-Brennenstuhl an Ernst Blochs Konzept der konkreten Utopie an und stellt die Frage, wie sich gesellschaftliche Veränderungen bereits im Hier und Jetzt anstoßen lassen.
Gast in dieser Folge ist
Andreas Mayer-Brennenstuhl
(*1957 in Heilbronn) ist bildender Künstler, Kunsttherapeut und Kunstaktivist. Er studierte an der Hochschule für Kunsttherapie Nürtingen sowie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit den 1980er-Jahren realisiert er künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum, partizipative Projekte und interdisziplinäre Kooperationen. Im Zentrum seiner Arbeit stehen die Verbindungen zwischen Kunst, gesellschaftlichen Entwicklungen und politischem Handeln.
Mayer-Brennenstuhl ist Mitbegründer zahlreicher selbstorganisierter Kunst- und Kulturräume, darunter das Kulturzentrum ProVisorium und die Galerie SCHAURAUM in Nürtingen sowie Oberwelt e. V. in Stuttgart. Er lehrte an verschiedenen Kunsthochschulen und war an der Konzeption des Studiengangs Kulturgestaltung an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Hall beteiligt. Als Mitinitiator des »noch-nicht-Institutes« beschäftigt er sich mit gesellschaftlichen Utopien und den Möglichkeiten künstlerischen Denkens und Handelns.
Bildergalerie






© KulturRegion Stuttgart

© KulturRegion Stuttgart

© KulturRegion Stuttgart

© KulturRegion Stuttgart

© KulturRegion Stuttgart